Golf-Aktien

Als begeisterter Golfer investieren Sie Ihr sauer Erspartes natürlich nicht nur in Aktien Ihres örtlichen Golfclubs, sondern wollen auch am internationalen Golfboom finanziell teilhaben. Wie haben Ihnen die wichtigsten börsennotierten Golfartikelhersteller zusammengestellt und wagen ein Blick in die Zukunft.

Fortune Brands (WKN: 850250) ist ein Mischkonzern, der die Tochterfirma Acushnet besitzt. Diese vertreibt die Marken Titleist, Cobra Golf, Pinnacle und FootJoy. Mit diesen Marken ist der Konzern gut und breit aufgestellt. Titleist ist z.B. führend bei Golfbällen und produziert ebenso wie Cobra das komplette Sortiment an Golfschlägern. FootJoy gilt als Marktführer bei Golfschuhen und Golfhandschuhen – seit einigen Jahren wird auch Golfbekleidung geführt. Als erster Golfausrüster erreichte Acushnet 2002 einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Neben Callaway, TaylorMade und Adidas gilt Acushnet heute als einer der führenden Golfausrüster.

Adidas (WKN: 500340), deutscher Sportgigant, führt die Marke Taylor Made. Taylor Made wurde 1997 von Adidas aufgekauft. Schon 2005 wurde das Ziel die Nr. 1 auf dem Drivermarkt zu werden erreicht. 2006 erreichte Taylor Made den Umsatz von 1 Milliarde US-Dollar. Über die Marke werden Driver, Fairway Hölzer, Hybride, Eisen, Wedges und Golfbälle vertrieben. Weiterhin ist Adidas die Nummer zwei im Bereich Golfschuhe. Es spielen heute mehr PGA Tour Professionals mit TaylorMade Driver als mit Callaway, Cleveland, Cobra, Nike und Ping zusammen.

Callaway Golf (WKN: 883644) sitzt in Carlsbad, Californien und hat 3000 Mitarbeiter. Im Jahr 2007 wurden ca. 1,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt -damit gehört Callaway zu den Branchenriesen. Neben Golfschlägern werden auch Golfbälle und andere Golfartikel hergestellt. Der Durchbruch gelang mit der bekannten Hölzerserie „Big Bertha“, die 1990 auf den Markt kam. Zur Callaway-Gruppe gehören neben dem Putterhersteller Odyssey, dem Schlägerhersteller Ben Hogan auch der Golfball-Fabrikant Top-Flite. Annika Sörenstam, Phil Mickelson, Ernie Els, Rich Beem und Thomas Bjørn sind bekannte Nutzer von Callaway Schlägern.

Auch Nike (WKN: 866993) ist schon vor einiger Zeit mit der Tochterfirma Nike Golf in das Golfgeschäft eingestiegen. Der Hauptsitz befindet sich in Oregon, USA. Die Produktpalette ist groß und deckt den gesamten möglichen Bedarf an Golfausrüstung ab. Tiger Woods steht bei Nike Golf seit 2000 unter Vertrag – nach ihm wurde sogar eine gesamte Kollektion an Schlägern, Golfschuhen und sonstigen Aurüstungsgegenständen benannt. Seither stieg der der Umsatz der Firma um 24 Prozent pro Jahr. Derzeit wird ein Umsatz von 500 Millionen Dollar im Jahr erreicht.

Mizuno Golf (WKN: 857090) ist ein eine Marke eines japanischen Sportartikelherstellers und ist seit über 100 Jahren in Familienbesitz. Als erfolgreicher Hersteller (produziert seit 1906) besitzt Mizuno Produktionsstätten in fast allen Ländern der Welt. Seit 1961 ist Mizuno an der Wertpapierbörse in Osaka gelistet und wird seit 1962 an der Börse in Tokio gehandelt. Die Mizuno Golfschläger waren auf der Golf-Profi-Tour 1997 zum ersten Mal die besten Schläger in vier Kategorien – ein Jahr später bereits die populärsten auf den Touren in Amerika und Europa.

Cleveland Golf (TYO: 7825, kein Handel in Deutschland) war von 1990 bis 2007 eine Tochter der französischen Firma Rossignol. Zuvor wurde Cleveland Golf 1979 von Roger Cleveland gegründet – dieser baute in Handarbeit Repliken berühmter Golfschläger nach. Cleveland gilt als Nummer eins in Sachen Wedge-Herstellung. Moderne Materialien wie Graphit, Stahl und Titan werden verwendet, die Härte mit geringem Gewicht vereinen. 2005 wurde Rossignol seinerseits übernommen. Somit ging auch Cleveland Golf zum Surfausrüster Quiksilver über. Im Oktober 2007 verkaufte Quiksilver für 132,5 Millionen US-Dollar an die japanische SRI Sports Limited.

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