Golf-Präsidenten

Golf ist quasi Präsidentenpflicht – 15 der letzten 18 Präsidenten spielten mehr oder weniger gut und gerne Golf! Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama ist ein sportlicher Präsident. Er begeistert sich nicht nur für Basketball, sondern setzt sich auch auf Golfplätzen in Szene. Kürzlich in Kailua (Hawaii), verbrachte Obama samt Gattin Michelle sowie den beiden Töchtern ein paar Ferientage und griff wenn immer möglich zum Golfschläger. Gemäss der Fachzeitschrift «Golf Digest» gehört Obama, der vor zwölf Jahren zum ersten Mal einen Golfplatz betrat, zum Mittelmass. Er bringt es regelmässig auf Runden in den mittleren bis tiefen 90ern – eine passable Leistung.

Bill Clinton, das Schlitzohr der Demokraten, brachte es allein dank sogenannten «Mulligans» unter die 90er-Marke, weshalb dieser Trick – die von den Mitspielern geduldete Wiederholung eines Schlags – spöttisch als «Billigan» bezeichnet wurde.

Nicht viel besser war Richard Nixon, das Schlitzohr der Republikaner, der zum allseitigen Erstaunen einmal eine 79er-Runde hinlegte – und danach nie wieder spielte.

Als fanatischster Präsidenten-Golfer gilt Dwight Eisenhower; der General a. D. liess sich vor dem Oval Office eigens ein Green einrichten. Allerdings mit wenig Erfolg, wie der Eisenhower Tree auf der Stätte des Masters in Augusta (Georgia) bezeugt: Derart oft traf der ungeschickte Präsident die zwanzig Meter hohe Tanne beim Loch Nummer 17, dass er sie beseitigen lassen wollte. Glücklicherweise weigerten sich die Clubverantwortlichen, dem Begehren stattzugeben.

Grösster Könner auf den Courts war John F. Kennedy, der sein Handicap trotz chronischen Rückenbeschwerden auf tiefen 8 halten konnte.

Weniger glänzend hingegen die Performances von George W. Bush. Es gelang ihm nicht, die 15 zu unterbieten.

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