Office Putting
Was tun, wenn der Golfclub nicht gleich vor der Tür ist? Dann spielen wir eben drinnen – sagten sich vier Unternehmer und gründeten den 1. Büro-Golf-Club Halle (Saale). «In den USA ist Office Putting längst ein Trendsport, in den neuen Ländern sind wir bisher der einzige Club», erzählt dessen Präsident Alexander Landgraf, von Beruf Leiter einer Werbeagentur. Sechs Mal im Jahr treffen sich die Büro-Golfer zum Turnier, um in ihrer Freizeit dem Sport zu frönen. Danach gibt es ein Endturnier. «Wir spielen aber kein Minigolf», betont Thomas Staudenmayer. Der Wirtschaftsberater gehört ebenfalls zu den Gründern des Clubs.
Als «Platz» dienen den Freizeitsportlern die Büroräume und Gänge des 1901 erbauten Königlichen Hauptzollamtes in Halle, wo selbst das imposante historische Treppenhaus nach Büroschluss zum Ort des Geschehens wird. Im Februar 2006 mit etwa ein Dutzend Mitgliedern gegründet, zählen heute mehr als 150 Frauen und Männer vor allem aus der Wirtschaftsregion Halle-Leipzig dazu. «Ich habe bisher höchstens im Urlaub Mini-Golf gespielt und auch keinen ‘versteckten’ Golfprofi in meiner Familie», erzählt die junge Bankerin Susann Kühn aus Leipzig, die gleich auf Anhieb beim Turnier trifft und dafür viel Beifall von den Mitspielern erntet.
Die Büro-Golfer müssen die Bälle auf einem 9-Loch-Parcours, der auf fünf Etagen verteilt ist, «einlochen». Richtige Löcher gibt es in den Teppich-, Stein- und Holzböden des Gebäudes aber nicht. Für das Turnier wird jeweils eine Art Metallring als Ziel aufgestellt. Die längste Entfernung sind etwa zwölf Meter, die kürzeste Distanz misst etwa drei Meter. «Hier ist noch mehr Geschicklichkeit als im Freien gefragt», betont ein Turnierspieler mit Rasenerfahrung. Denn der Ball muss nicht schnurgerade, sondern auch unter einer Dachschräge in die äußerste Ecke am Treppengeländer vorbei eingelocht werden.
«Während der Arbeitszeit machen wir das nicht, das muss man trennen, Sport ist Sport und Job ist Job», erklärt ein Mitspieler die Regeln. «Wir sind keine elitäre Gruppe, wir wollen einfach Spaß haben und locker kommunizieren», erklärt Landgraf die Ziele des Clubs. Teure Golfklamotten oder -ausrüstungen seien ebenso wie Mitgliedsbeiträge «kein Thema». So schwingen die Gruppen der Büro-Golfer in kleinen Gruppen, so genannten Flights, im Anzug ebenso wie im Bürokostüm oder Jeans den Schläger.
«Wie auf einem echten Golfplatz ist der Untergrund auch bei uns nicht eben», erklärt Landgraf. Denn der kleine Ball muss mit Feingefühl und Konzentration um Büromöbel, wo Computerkabel schon mal die freie Sicht am Boden versperren, in das Loch geschlagen werden. Dabei gibt es etliche Tücken wie Garderobenständer, Stühle mit Rollen oder Pfeiler zu meistern. Office Putting kam vor einigen Jahren nach Europa und wurde zunächst in Frankfurt/Main in der Bankenszene eingeführt. Mittlerweile wird es auch in Hamburg, Düsseldorf, Berlin und anderen Großstädten, wie etwa Hannover (Königliche Reithalle), gespielt und es gibt sogar bundesweite Wettbewerbe.
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Liebe Bürogolf / Officegolf Gemeinde.
Hier die Bürogolfregeln, die wir auch in der Übersetzung in Englisch und Chinesisch vorliegen haben.
Die Platzregeln für Büro-Golf
Vor Beginn der Platzrunde (9 Löcher)
ist die Driving-Range für 30 Minuten
geöffnet. Nur hier und in dieser Zeit
dürfen Probeschläge absolviert werden.
Die Turnierleitung stellt die Flights
zusammen. Das Turnier beginnt auf
Zeichen des Turnierleiters.
Spielablauf
Die Spieler eines jeden Flights beginnen
in der alphabetischen Reihenfolge der
Anfangsbuchstaben ihres Vornamens.
Jeder Spieler spielt solange, bis der Ball
die Fahne im Loch berührt und liegen
geblieben ist. Erst dann beginnt der
nächste Spieler.
Nach dem ersten Loch beginnt dann
jeweils der beste Spieler des letzten
Lochs.
Es ergeben sich dann bei jedem Loch neue
Spielerreihenfolgen.
Die Anzahl der Schläge vom Abschlag
bis ins Loch wird notiert und auf der
ScoreCard vermerkt. Probeschläge
während des Spiels sind verboten.
Während des Spieles auf das Loch darf
der Ball ausschließlich den Schläger,
den Teppichboden und den Untergrund
berühren. Am Ende die Fahne im Loch.
Jede Berührung der Wände, Türen,
Einrichtungsgegenstände oder der
Mitspieler ergibt jeweils einen Strafschlag.
Pro Schlag jedoch nur einen Strafschlag.
Absichtliches Bandenspiel führt zum
Ausschluss vom Turnier.
Die Bälle von Mitspielern dürfen nicht
berührt werden.
Auf Anforderung wird der störende
Ball markiert, aufgenommen und
zurückgelegt.
Besser legen: Von jedem Hindernis
(zum Beispiel einer Wand) darf der Ball
30 cm entfernt straffrei abgerückt werden,
um den nächsten Schlag ungehindert
ausführen zu können, jedoch nicht näher
zum Loch als der Ball vorher lag.
Auszonen: Die mit Bändern abgesperrten
Bereiche sind Auszonen und dürfen nicht
angespielt werden. Passiert dies dennoch,
so wird der Schlag unter Berechnung
eines Strafschlages wiederholt und
mitgezählt. Der Aufenthalt der Spieler in
den Auszonen ist nicht gestattet.
Die Platzierung ergibt sich aus der
Addierung der Anzahl der Schläge der
gesamten Runde. Der Spieler mit den
wenigsten Schlägen gewinnt.
Bei Gleichstand wird ein Stechen an
einem Loch gespielt. Jeder Spieler hat
3 Versuche das Loch zu spielen. Spieler
mit der geringsten Schlagzahl haben
gewonnen.
Eine Mega-In Sportart,zur perfekten Jahreszeit,Indoor-Golfen,einfach Genial!
lg,
Micha
Bürogolf Online bietet seit 2006 Bürogolf-Clubturniere in den neuen Bundesländern und die übernimmt die Organisation und Durchführung von professionellen Bürogolfevents.