Das Hauptproblem bei der Sache ist m.M.n., dass Golf in Deutschland vielfach nicht als Sport sondern als gesellschaftliches Ereignis angesehen wird. Und so wie man auch vor der Oper lieber in der S-Klasse vorfährt (auch wenn es nur ein Leihauto ist), so wichtig ist vielen auch das Handicap als Statussymbol.
Ich bin schon lange für das amerikanische System. Insbesondere ein richtiger Marshall, der nicht nur den Grüß-August gibt, sondern die Leute auch auf ihre langsame Spielweise aufmerksam macht und notfalls den Ball aufnehmen lässt, fehlt mir bei uns.
Ansonsten gilt: Wer unbedingt ein Handicap führen will, der darf jede Runde einreichen. Der Mittelwert der letzten 10 Runden, wobei die beste und die schlechteste aus der Wertung genommen werden, ist dann das aktuelle Handicap.
Beschissen wird so oder so. Aber Golf ist ja ein Gentleman-Sport und daran gibt es nichts zu rütteln.
Und statt vorabewirksamer Stablefordturniere kann man endlich wieder andere Spielformen anbieten, wie z.B. die verschiedenen Vierer.
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