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Da sind wir wieder d'accord. Ich muss ergänzen, dass die Beratung aufgrund eines vorhergehenden Fittings des Herstellers erledigt war und es darum ging die Werte durchzuspielen bzw. eine zweite Meinung zu hören. Machen wir uns aber bitte nichts vor: die meisten Golfer gehen nur danach, ob sie zurechtkommen, da sie die Unterschiede nicht verstehen, geschweige denn spüren. Also grenzen Verkäufer, Pros und andere dies "dankenswerterweise" ein. Daher auch meine These des Austauschgutes, es ist de facto kaum differenzierbar. Nun kommen Fitting und Clubmaker und sagen, dass das alles besser geht. Gerne springen wir Kunden auf. Damit sind aber Händler nicht mehr viel mehr als Warenschubser. Wer also nun Beratung 0815 anbietet, die ich mir in 5 Min. anlesen kann. Na, bei 60 Meilen sollten Sie nicht stiff nehmen o.ä., dann zahle ich nichts. Gute Beratung, Mehrwerte, Videoanalyse mit anschl. Gespräch der Kaufeingrenzung, gute Service, kulante Regelung von Reklamationen, den Kunden beim Hersteller vertreten, das honoriere ich. Frankieren und raus ist im Preis enthalten. Allgemein besteht dieses Dogma, dass Kunden jenseits HCP 10 latent als Melkkühe gesehen werden, so dass es auch an denen liegt, wenn der Schläger nicht okay ist. Fazit: Die Beratung war nicht notwendig im eigt. Sinne aber wenn ich mit Umsatz winke von einigen Hundert Euro, erwarte ich mehr als den Versand. Gerne auch einmal nachhören, ob alles okay ist. Wann empfehle ich den Laden wohl weiter, jetzt oder wenn ich begeistert wäre? Dann hätte ich gesagt, Mensch Leute, toller Service, bemüht etc. guter Preis, schaut da doch mal nach. Wer das nicht versteht, hat Markenaufbau nicht verstanden und sollte kein Kaufmann werden.
Und nu: Ruhe, denn Du hast recht: abgehakt, entschieden, konsequent sein und lieber am Score arbeiten |
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So lautet sie die Folgerung selbstredend und Luft mache ich ja gerne aber auch deswegen, weil ich mich ärgere, dass viele kaufen, hinnehmen und die Händler Unwissenheit oder Unsicherheit nutzen um nicht zu sagen ausnutzen. Und Du liegst falsch: Ich zahle Differenzierung, Mehrwert, Beratung (sofern sie kompetent ist) aber diese muss für den Kunden erkennbar und wahrnehmbar sein. Machen wir uns auch da nichts vor: viele Verkäufer sind mäßig talentiert Golfer, gescheiterte Prokarrieren u.v.m., die nun gerne mal den Kunden vor sich hertreiben. Und die Kompetenz der allermeisten Proshops will ich erst gar nicht bewerten, da werden neben Polos und Tees eben auch Schläger verkauft und der Pro bekommt natürlich Provision. Nun ist aber wirklich gut, ich fand den Laden unsympathisch und nicht kundenorientiert, zahle gerne für gute Leistung aber nicht mehr für Dienst nach Vorschrift. Und zu Mizuno bleibt zu sagen: gute Produkte, nehme ich (noch) an aber schlecht geführt und langsam in Handeln und Denken. So, jetzt ist wieder gut. A propos,Du bist Clubmaker :-) Wo denn?
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Zitat:
Geändert von HansDampf (29.07.10 um 15:26 Uhr) |
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Du das mag sein. Mal zum Hintergrund: Ich kaufte den R9 als H1, der schwankte damals, Herbst 2009, je nachdem um die 320 bis 400. War in der Euphorie eines tolles Ergebnisses, sich etwas gönnen, nun mir dem Driver angreifen, naja, nach der Kirche sind wir alle schlauer. Nun gut, besagter Laden gibt 10% auf Neukunden, machte ca. 30 Euro. Nun frage ich Dich, wenn ich 10% Marge hergebe (diese Summe wäre exakt die Kulanzfrage gewesen, die sich mit meinem Schaft gestellt hätte, wenn wir 50:50 gesplittet hätten und ich wäre besser gestimmt, d.h. jeder Neukunde kostet schnell dasselbe bis mehr, denn kaum einer wird das für 5 Bälle verbraten) dann muss ich immer noch meine var. Kosten decken. Ergo, musss der Deckungsbeitrag, wir unterstellen, man geht nicht freiwillig in die Zone eines neg. DB, irgendwo zwischen 30 und 330 liegen (das habe ich bezahlt), sagen wir also vorsichtig geschätzt 40-50 Euro. Gehen wir die WSK zurück erfahren wir, dass der Großhändler, der Importeur von Taylor Made, die Logistiker und der Hersteller in Asien (nehme ich an) alle verdienen wollen. Ziehen wir anteilige Marketingkosten ab (produkt- als auch markenspez. sowie anteiliges Sponsoring der Tourspieler) bleiben wir auf Herstellungskosten von schätzungsweise 150 Euro, bestenfalls. Klar, R&D kommen hinzu aber gerade der R9 hat sicher vieles patentieren lassen können, mithin steht das in der Bilanz, also erstmal Knowhow, das über Jahre Wert generiert. Ich will ehrlich gesagt, die Zahlen nicht sehen, da ich nur ansatzweise spekuliere, u.U. kostet der Schläger 50 Euro in der Herstellung.
Zur Info: Ein Dynalite Schaft kostet 5 Euro für Mizuno von TrueTemper, mit Einbau 60, ziehen wir eine halbe Stunde in der Werkstatt ab, ggf. 10 Min, kommen wir auf mehrere 100% Aufschlag. Fazit: Wir werden gut, sehr gut, gemolken, im Geschäft. Daher zieht Dein Preisargument auch nicht, denn "Geiz ist Geil" hat sich im Golf noch nicht durchgesetzt, weil die meisten nach wie vor in Apotheken kaufen und das Internet bei solchen Ausgaben vielen dubios sein dürfte. |
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Sehr interessanter Beitrag. Ich sagte ja, das Thema ist spannend.
60€ kostet ein TT Dynalite, wenn Du ihn Dir bei Mizuno umbauen lässt? Das ist heftig. Klar, der Umbau (natürlich inkl. Griff) hat auch seinen Preis, aber 60€? Was verlangen die dann bitte für einen hochwertigen Schaft wie KBS? Dass der dt. Golfer im Vergleich zu anderen Ländern viel zu viel für Schläger, Bälle usw. zahlt, ist (zumindest mir) inzwischen bekannt. Warum das so ist allerdings nicht. |
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Buddy: Angebot und Nachfrage und etwas, dass sich Elastizität der beiden nennt, gibt in Summe eine Melkkuh und viele Molkereien :-) Zudem, ein anderer Clubmaker sagte mir, besagter Kandidat, 60 Öre wäre okay. Du nun, das ist teuer. Derselbe Kollege kürzt unter den geschilderten Vorgaben meinen Driver gerade (bzw. ich weiß nicht, was er so genau macht) und ich als Verbraucher sage: Mizuno hätte mindestens sagen können, okay, keine Kulanz, weil nahc 6 Monaten aber dann zum SKP, d.h. dann wohl so 25 Euro, von mir aus 40 aber 60 finde ich kackdreist. Aber die Konsequenzen haben wir besprochen, sind eh klar. ich versuche es von meinen neuen Schlägern fernzuhalten, sie können nichts für ihre Herkunft :-) Bottom line: der Kunde wird verarscht und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Das gilt aber auch für Prostunden von schlechten Trainern, die für Standardsprüche 5/60 Euro für 45 Min, haben wollen und gerne mal solvente ältere Damen trainieren, die wiederkommen LOL Aber das ist was anderes...
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Nun, der Dynalite ist nicht gerade der teuerste Schaft von TT. Ein kleiner Clubmaker wird ihn bestimmt nicht für 5€, sondern eher für das doppelte bekommen, aber dann bleiben immer noch 50€ für den Umbau. Gut, die MwSt. muss noch runter, dann bleiben noch ~40€ übrig. Und das pro Schläger. Vllt. sollte ich doch den Beruf wechseln.
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