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Hallo liebe Golffreunde,
da nun der Frühling und etwaige Entscheidungen über Neuanschaffungen näher rücken, hier eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt. Ich bin ein guter Durchschnittsgolfer mit aktuell hcp 16,2 - an guten Tagen kommt auch ab und an mal eine Runde < 10 über par zu Stande. Aktuell trage ich mich mit dem Gedanken, mir einen neuen Driver zuzulegen. Letzten Endes werde ich mich für ein Loft zwischen 9 und 11 Grad entscheiden müssen - aber welcher Loft ist für welche Spieler bzw welche Schwungarten besser geeignet? Mein Schwung ist sehr schnell und kraftvoll, Weiten nur knapp unter 300m sind keine Seltenheit, manchmal auch darüber (sofern der Ball den geradeaus fliegt :roll - die Flugbahn selbst mit einem Loft von 11 Grad eher flach, sogar flacher als bei vielen anderen Golfern, die nur mit einem Loft von 9 oder 10 Grad spielen. Mit den meisten Drivern, die ich mit 9 Grad getestet habe, bekomme ich den Ball fast gar nicht in die Luft...Daher die logische Konsequenz: Ich tendiere zu einem Driver mit 11 Grad Loft. Die meisten guten Golfer spielen aber eher niedrige Lofts. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ein Loft von 11 Grad eher nachteilig ist und ich meinen Schwung umstellen sollte, um auch mit 9 Grad Loft den Ball vernünftig spielen zu können? Oder kann es gut sein, dass auch ein ambitionierter Golfer auf Dauer mit höherem Loft glücklich wird? Ich bin hin- und hergerissen zwischen der "einfachen Lösung", einen Driver mit höherem Loft zu kaufen, und der schwierigeren (sinnvollen??) Lösung, meinen Schwung umzustellen, um auch mit niedrigen Lofts gut zu spielen... Für jeden Kommentar bin ich dankbar! Beste Grüße, daweed |
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Hallo,
ich bin mir jetzt nicht 100% sicher, aber ich denke, dass die flache Flugbahn keineswegs (nur) vom Loft des Drivers abhängen muss. Eine Rolle spielt sicher auch, wie hoch man den BAll aufteet und ob man ihn im Ab- oder Aufschwung trifft, also ob der Ball eher links oder rechts innerhalb des Standes liegt. Grundsätzlich stimme ich aber meinem Vorredner zu. Grüße, Grossi Edit: Ich denke, die meisten hier wären über Drives von ca. 300m froh, egal wie die Flugbahn ist, HAuptsache gerade
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Zunächst mal würde ich feststellen wie schnell du schwingst und welchen Angriffswinkel du hast. Zusammen mit der Spinrate hat man dann schon eine Menge Information.
Es ist ein Himmelweiter Unterschied ob man 2m hohe Dackeltöter schlägt, die 150m fliegen und 150m rollen, oder man den Ball tatsächlich 270m weit carry schlagen kann. Im zweiten Fall würde ich mich schon mal auf der Tour anmelden, im ersten Fall zu einem vernünftigen Clubfitter gehen, der die Daten ermittelt. |
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Im ersten Fall würde ich auf jeden Fall mal einen Launchmonitor buchen und die Ist-Werte mit den üblichen Sollwerten vergleichen. Denn auch bei den besseren Golfern gibt es einige die mit 10 Grad spielen, nur schreiben die Pro-Fitter das nicht auf den Driverkopf hinauf. Berichte von Clubfittern, die das Problem mit dem "männlichen Ego" kennen, gibt es im Netz genug. Lass dir einen Driver anfertigen, und der Fitter schreibt dann einfach die Gradzahl auf den Kopf, die dir am besten gefällt.
Oder du kaufst dir einen der neuen Driver mit verstellbaren Driverloft, wie die neuen TM R9 oder Nike STR8-FIT oder die Callaways. Damit stellst du dich dann auf die Range und probierst solange die verschiedenen Einstellmöglichkeiten durch, bis dir das Ergebnis gefällt. Und da der Loft verstellbar ist, weiss kein anderer als Du, wieviel Loft der Driver gerade im Moment hat. Im zweiten Fall würde ich mich nicht auf der Tour anmelden, da mit Hcp -16 nur die wenigsten Cuts zu schaffen sein werden, vielleicht wäre aber ein Remax Longhitter-Bewerb das Richtige ;-) P.S. Der letzte Absatz gilt eigentlich dem lieben JX, der bei jedem Posting von jemanden der weiter schlägt als er selbst, behauptet, dass das alles nicht stimmen kann... |
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Lieber Henry,
ich spiele nun schon ein paar jahre länger Golf als du. Dabei habe ich haufenweise Leute kennengelernt die 250m und weiter schlagen können. Insgesamt haben 2 tatsächlich deutlich über 200m carry geschlagen. Die hatten beide Hdc knapp über 0. Der Rest meint er würde 250m weit schlagen wenn er an einem 400m Par nach dem Abschlag am 150m Pfosten steht. Deshalb finde ich es immer wieder lustig wie manche meinen sie könnten sich mit irgendwelchen imaginären Längenaussagen wichtig machen. Anwesende wie immer ausgeschlossen. |
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lieber JX,
danke für Deine antwort - mit angriffswinkel und spinrate habe ich mich bisher noch nicht auseinandergesetzt. also werde ich Deinen vorschlag mal aufgreifen und das tun - vielleicht lerne ich dann dabei, meine schwungeigenschaften besser zu verstehen... Um auf Deine implizite Frage einzugehen - die Antwort ist: "Irgendwas dazwischen". Ich habe bisher mit Sicherheit keinen Ball 270m Carry geschlagen, 2m hohe Dackeltöter spiele ich in der Regel aber auch nicht - mehr als 200m Carry sind nicht so das Problem. Eher das mit der Konstanz in der Richtung :mrgreen: Unabhängig davon würde ich die Gesamtschlaglänge immer an der Ballposition und nicht an der Carrydistanz messen (die Aussage mit den knapp 300m war normalisiert für Wind und besonders trockene Fairways...). Bringt mir aber alles nicht, solange ich die Schläge nicht auch auf's Fairway bringe... lieber henry, danke auch für Deine antwort. Ich habe zwar keine ahnung, was ein launchmonitor ist, aber ich nehme an, dass mir der local pro da weiterhelfen kann :-D Die Gradzahl auf dem Schlägerkopf interessiert mich ehrlich gesagt nicht, es ging mir wirklich nur um die Frage, ob höhere Gradzahlen irgendwelche Nachteile mitbringen und man was falsch macht, wenn man mit niedrigen Gradzahlen nicht zurecht kommt...(ich nehme mal, dass da dann der von JX ins Spiel gebrachte Angriffswinkel eine Rolle spielt...?) Von Drivern mit verstellbaren Lofts habe ich noch nie gehört - die Bilder in meinem Kopf dazu sehen gerade auch mehr als schräg aus :-D Werde ich mir aber mal anschauen, vielleicht ist das keine dumme Idee... Als Schlusswort nur noch Folgendes: Mich mit langen Schlägen wichtig machen war mit Sicherheit nicht meine Intention, deswegen habe ich vorsichtshalber gleich auf mein HCP und hingewiesen und mich als guten Durchschnittsgolfer geoutet... Mein Respekt gehört denjenigen, die so weit schlagen wie ich (oder weiter) und dabei wirklich hohe Fairway-Trefferquoten haben... Bei mir ist jeder Drive wieder neu aufregend ;-) |
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Launch Monitor: siehe z.B. Flight Scope im Google nach. Müsste es an vielen Standorten in Deutschland zu buchen geben. Meist kostenlos bei Fittingtagen diverser Hersteller oder in besseren Golfgeschäften. Nicht verwechseln mit Golfsimulatoren; die sind für gar nichts gut. Ich kenne auch keine andere Möglichkeit den Spin zu messen, und ohne Spinwert kann man einen Driver ansonsten nur durch Versuch und Irrtum aussuchen. Und das kann bei unzähligen Kombinationen aus Kopfform, Schaftmaterial und Schaftlänge (!) ein langwieriges Unterfangen werden.
Für die Gradzahl eine sehr allgemein gehaltene Tabelle: Marken-Golf.de - Welcher Driver-Loft ist optimal? Für verstellbaren Driver: Einfach auf die Taylor Made oder die Nike Homepage gehen, dort wird alles leicht verständlich erklärt. Diese Driver bekommst du in jedem Geschäft oder auch im Netz massenweise. @JX: Die 200 Meter Carry sollten aber schon für viele bessere Golfer schaffbar sein. Die 300 Meter mit Roll allerdings konnte ich in Natura auch noch nie bewundern. Aber grundsätzlich gibt es für mich 2 Arten von Golf: Das Spiel mit dem Versuch einen möglichst geringen Score zu spielen und meine Lieblingsvariante; Einfach Spass haben, keinen Score mitzuschreiben und der Verlierer beim Longest Drive auf dem Loch 9 zahlt eine Runde Bier im Clubhouse. Keep hitting. |
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| Stichworte |
| driver, loft |
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