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[Anfänger-Guide 2] 2.1 Schlägerwahl - Schlägerqual

Veröffentlicht: 27.05.09 um 09:51 von Nils
Aktualisiert: 19.08.09 um 09:50 von Nils

Keine Frage dürfte so häufig gestellt werden, wie die nach der "richtigen" Schlägerauswahl. Und keine ist dabei so schwer zu beantworten, gibt es doch bei 5 Golfern ungefähr 8,57 verschiedene Ansichten, was bei der Schlägerwahl zu beachten ist.

Eines ist dabei sicherlich völlig unstrittig - die Fehler müssen Aafängertauglich sein, sprich fehlerverzeihend. Das erreicht man meist mit sog. "Cavity Backs" bei welchem das Gewicht nicht hinter dem Schwerpunkt sondern um ihn herum platziert wird. Mehr Fehlerverzeihung bei außermittig getroffenen Bällen ist die Folge.

Ansonsten ist die Auswahl FAST egal, aber hier gilt es trotz allem wieder abzuwägen, was man mit Golf machen will.

Ich habe mir erlaubt, von golf for business — das Golf Portal für Golfspieler diesen - meiner Meinung nach exzellenten - Einkaufsführer zu kopieren.

Zitat:
Der sportliche Golfer mit dem Ziel zum Singel-Hcp.
Sehr sportliche und bewegliche Figur, großer Trainingseifer mit gezieltem Trainingsplan, spielt regelmäßig Golf (mind. 3 bis 4mal pro Woche), plant auch weiterhin viel Golf zu spielen.
Empfohlenes Equipment: Marken-Golfschläger, kompletter Eisensatz mit Stahlschaft 2 – 9, PW, SW, LW, Fairwayholz 3, Driver, Putter

Der ehrgeizige Golfer mit viel Spielfreude (Ziel- Hcp.: 15 – 18)
Sportliches Talent mit regelmäßigen Trainingseinheiten (mind. 2mal pro Woche), spielt 2 bis 3mal Golf in der Woche, schlägt sich vor jeder Runde auf der Driving-Range ein, wünscht sich ein präzises Spiel und ist bereit für Qualität einen gewissen Preis zu bezahlen.
Empfohlenes Equipment: Marken-Golfschläger, Eisen mit Stahlschaft 3 – 9, PW, SW, LW, Hybrid 3, Fairwayholz 3, Driver, Putter

Der gern spielende Golfer ohne Ehrgeiz (Ziel- Hcp.: 19 – 25)
Kein besonderes sportliches Talent, wenig Lust auf Training, geht direkt auf den Golfplatz, spielt höchstens einmal am Wochenende, wenn die Zeit es zulässt schlägt er einmal im Monat Bälle auf der Driving-Range, der Preis ist ein wichtigeres Kriterium als die Qualität oder das Fitting.
Empfohlenes Equipment: Auslaufmodelle oder Sonderangebote bekannter Marken, aber auch No-Name-Schläger mit guter Optik, Eisen 4 – 9, PW, SW, Holz 3 – 7, Hybrid 3, Putter

Der durchschnittliche Golfer mit Preisbewusstsein (Ziel- Hcp.: 26 – 36)
Kein besonderes sportliches Talent, wenig Lust auf Training, geht direkt auf den Golfplatz, spielt höchstens einmal am Wochenende, wenn die Zeit es zulässt schlägt er einmal im Monat Bälle auf der Driving-Range, der Preis ist ein wichtigeres Kriterium als die Qualität oder das Fitting.
Empfohlenes Equipment: Angebote Komplettsets wie z.B. Auslaufmodelle oder Sonderangebote bekannter Marken.

Der Discount-Golfer als Schnäppchenjäger (Ziel- Hcp.: 32 – 36)
Kein besonderes sportliches Talent, wenig Lust auf Training, geht direkt auf den Golfplatz, spielt 1 bis 2mal pro Monat, der Preis ist ein wichtigeres Kriterium als die Qualität oder das Fitting, Schnäppchenjäger, macht sich wenig Gedanken, ob der Schläger dem eigenen Spiel förderlich ist.
Empfohlenes Equipment: Angebote Komplettsets, Sonderangebote bei Auslaufmodellen.
Ich persönlich zähle mich zur Kategorie 2. Bei der Auswahl bin ich vom Wilson X31 Set über Callaway-Klone von Pinemeadow.com letztlich zu einem Mizuno MX-25 Set gekommen.

Hier sollte man dann tatsächlich einmal mit seinem Pro sprechen. Mir wurde gesagt, ich brauche regular Flex und sollte unbedingt Stahlschäfte haben. Den Rest (Länge etc.) musste ich selber rausfinden, aber dafür gibt es verschiedenste Anleitungen (siehe [Anfänger Guide 3]). Das Anpassen an die körperlichen Merkmale des Golfers nennt sich statisches Fitting.

Am Anfang ist von einem dynamischen Fitting - also von einem Anpassen der Schläger an die Bewegungsabläufe beim Schwung des Golfers - grundsätzlich abzuraten. Das ist so ein wenig wie mit der "vereinfachten Ausgangsschrift" die ich in der Schule gelernt habe. Jeder lernt einen (mehr oder weniger) neutralen Schwung in der Golfschule und jeder macht daraus seinen ganz persönlichen. Bis es soweit ist, dauert es aber einige Zeit. Ich würde erst nach der Platzreife, etlichen Runden auf dem Platz und einer deutlichen HCP-Verbesserung an sowas denken.

Spielen - das soll hier auch noch einmal gesagt werden - kann man grundsätzlich mit JEDEM Set. Selbst das 150€-Komplettset kann man sich kaufen. Lange wird man damit aber keinen Spaß haben. Ich habe mit einem geschenkten Pro Ace Halbsatz angefangen und der Umstieg auf Mizuno hat nicht nur meinen Schlag deutlich verbesser (ok - das liegt eher an den Stahlschäften, als an der Firma), sondern mit auch locker 30m mehr weite gebracht.

"Geheimtipp" ist sicherlich der Kauf gebrauchter Sets. Diese sind meist in Top-Zustand und kosten oft nur ein Drittel vom Originalpreis. Es gibt viele Händler, die solche Sets verkaufen. Meins war auch gebraucht, wurde mit 9/10 angegeben und sieht effektiv aus wie neu. Hier kommt man für den Preis eines billigen Einsteigersets zu wirklich erstklassiger Ware, die man locker bis ins niedrige Handicap spielen kann. Fitten kann man die Schläger dann immer noch...
Kategorie: Kategorielos
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Kommentare 2

Kommentare

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von Razor73
    Meiner Meinung nach kostet ein gebrauchtes Markenset (Callaway, TaylorMade, Cleveland, Titleist) genauso viel, wie ein neues 08/15 Set.

    Ergo, man kauft sich also lieber gleich was richtiges also ein Markenset! Wer billig kauft, kauft zweimal!
    permalink
    Veröffentlicht: 20.09.09 um 00:14 von Razor73 Razor73 ist offline
  2. Alter Kommentar
    Benutzerbild von HansDampf
    Die Equipmentempfehlungen kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    Wo ist denn der Unterschied (mal abgesehen vom Preis) zw. einem Einsteigerkomplettset und einem Bag bestückt mit Markenschlägern in der gleichen Schlägerauswahl? Brauche ich als Beginner wirklich alle 14 Schläger? Und woher weiß ich, ob ich mal ein sehr guter Amateur werde oder auch nicht?
    Außerdem überschneiden sich einige Schläger: Holz 7 und Hybrid 3 z.B..
    Alle Eisen länger als Eisen 4 (wobei man bei den starken Lofts der Game-Improvement-Eisen eigentlich Eisen 5 sagen müsste) sind von der Mehrheit der Golfer nicht sinnvoll zu spielen - auch in den guten Handicapbereichen nicht.
    Und warum dürfen / sollen die besseren Golfer kein Holz 5 spielen? Der Abstand Holz 3 zu Hybrid 3 dürfte zu einer sehr großen Distanzlücke führen.
    So oder so, egal in welcher Handicapklasse man sich bewegt, sollte man die Schläger so auswählen, dass sie wiederholbar sinnvolle Längenunterschiede in der Schlagweite ergeben.
    permalink
    Veröffentlicht: 23.02.10 um 14:33 von HansDampf HansDampf ist offline
    Aktualisiert: 23.02.10 um 14:39 von HansDampf
 

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