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  #21 (permalink)  
Alt 21.12.08, 00:49
Grossi
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Zitat:
Zitat von three-putt Beitrag anzeigen
Aber die 54er wären nicht das Problem, denn mit der Zeit werden sie ja von allein besser. Das Problem ist die völlig fehlende Etiquette. Und die lernen die meisten leider nie mehr. Das ist eine ständige Quelle des Verdrusses, wenn der Golfer seinen Abschlag ins Aus schießt und keinen PB dabei hat, wenn Divots nicht zurückgelegt werden, wenn die Spieler vor einem erst, wenn sie am Schlag sind, anfangen zu überlegen, welchen Schläger sie benutzen sollen, wenn sie ihre Pitchmarken nicht ausbessern, wenn sie keinen Ballmarker dabei haben und ein Tee ins Grün stecken, wenn sie nach dem Putten erst wieder ins Fairway zurückgehen, weil sie ihren Trolley falsch geparkt haben und und und. Wer das nicht rechtzeitig lernt, lernt's nie wieder und bleibt sein Leben lang ein Golfidiot. Leider ist das offenbar vielen Clubs völlig schnurz, wenn sie nur genügend zahlende Mitglieder einfangen können.

Über die mangelnde Kenntnis der Golfregeln zu schreiben fange ich besser gar nicht an...

Gerade diese Menschen schmücken sich nun mit einem hübschen Hologramm auf der DGV-Karte und sind überall gern gesehene Gäste. Bloß, mit Golf hat das leider nichts zu tun.

Herzlichst
three-putt
Da sind wir schon wieder einer Meinung. Man könnte fast so weit gehen, zu sagen, dass sich da ein gesamtgesellschaftliches Problem zeigt, nämlich das Motto: Ich hab bezahlt, jetzt kann ich tun und lassen, was ich will und muss auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Denn auf mangelnde Regel-/Etikettekenntnis würde ich es nicht zurückführen, ich denke, dass das schon hinreichend vermittelt wird.

Zum Thema Sport: Solange Schach offiziell als Sport gilt, gibt es für mich bzgl Golf da keine Diskussion. Anders als beim Schach hab ich da schon den ein oder anderen Muskelkater gehabt.

Grüße Grossi
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  #22 (permalink)  
Alt 21.12.08, 12:59
rebel
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Also da muss ich noch mal nachhaken, wieso ist Deutschland mit Golfplätzen überversorgt? Allein wenn man Großbritannien und Deutschland vergleicht stehen da ganz andere Zahlen. Allein was Mitglieder betrifft als auch Plätze.

Das nächste wäre die PE/PR, so was gibt es in anderen Ländern gar nicht und trotz dem funktioniert das dort.

Was die Etikette betrifft, so kann man die auch von Mitgliedern beigebracht bekommen wenn man zusammen in einem Flight ist - das wird aber nicht gewollt - aber darüber motzen. Liegt sicherlich mehr in der deutschen Mentalität als helfen.

Golf ist Sport, nur nicht in Deutschland.

Was den VcG angeht, so gibt es auch in anderen Ländern solche "Clubs" die sich um die nicht "Clubmitglieder" kümmern. Was soll daran falsch sein? Leider darf man ja in den allermeisten Fällen nicht Golfen wenn man nicht Mitglied bei irgendwem oder irgendwas ist. Da liegt der Hase im Pfeffer, wären diese Zugangsbeschränkungen nicht da, gäbe es sicher auch keinen VcG.

Dann kommt jetzt wieder das Hologramm des DGV ins Spiel was allen die "Futterneidisch" sind zeigt wie welcher Club mit seinen Spielrechten umgeht. Das ist auch mal wieder typisch Deutsch, Überregulation der Regulation, für Sachen die im Grunde genommen scheißegal sind und nur wieder künstlich Gräben aufreist wo keine sein müssten.
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  #23 (permalink)  
Alt 21.12.08, 14:22
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Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Also da muss ich noch mal nachhaken, wieso ist Deutschland mit Golfplätzen überversorgt? Allein wenn man Großbritannien und Deutschland vergleicht stehen da ganz andere Zahlen. Allein was Mitglieder betrifft als auch Plätze.
Die Zahlen kenne ich nicht. Vielleicht lässt du uns daran teilhaben, rebel?

Wie ich darauf komme, dass D mit Golfplätzen überversorgt ist, kann ich ganz einfach erklären. Wäre es anders, würden die Clubs / Betreiber nicht wie irre hinter potenziellen Mitgliedern herlaufen und ihnen die PE wie Sauerbier anbieten. Das hehre Prinzip nur Mitglieder anderer Clubs als Gäste zuzulassen (und darüber hinaus bestimmte Clubs und / oder Spieler mit eingeschränktem Spielrecht auszuschließen) steht in sehr vielen Fällen nur auf dem Papier. Die meisten Clubsekretäre reißen dem Spielwilligen gierig den Fuffi aus der Hand und scheren sich um keine Mitgliedschaft. Das sind klassische Anzeichen für einen von Nachfragern dominierten Markt, also ein bestehendes Überangebot.

Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Das nächste wäre die PE/PR, so was gibt es in anderen Ländern gar nicht und trotz dem funktioniert das dort.
Dies wird meist damit begründet, dass Golf in D kein Traditionssport ist. In Schottland nehmen die Väter ihre Kleinen mit auf den Platz; so lernen sie Etiquette und Regeln quasi automatisch. Die Verfechter der in D geforderten PE führen sich allerdings selbst ad absurdum, denn nirgendwo werden Etiquette und Regeln trotz Reglementierung so schlecht beherrscht wie hierzulande.

Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Was die Etikette betrifft, so kann man die auch von Mitgliedern beigebracht bekommen wenn man zusammen in einem Flight ist - das wird aber nicht gewollt - aber darüber motzen. Liegt sicherlich mehr in der deutschen Mentalität als helfen.
Das würde nur funktionieren, wenn es 1. genügen Golfer gäbe, die die Etiquette überhaupt beherrschen, und 2. die Golfidioten nicht vollkommen beratungsresistent wären. Es würde sehr helfen, wenn Marshalls in ausreichender Zahl auf den Plätzen unterwegs wären, die für Ordnung sorgen. Aber leider unterlassen die Clubs dies, denn sie wollen es sich ja nicht mit den zahlenden Gästen und Mitgliedern verderben.

Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Golf ist Sport, nur nicht in Deutschland.
Wenn z.B. Schachspielen und Motorradfahren auch "Sportarten" sind, will ich mich über Golf diesbezüglich nicht streiten.

Edit: Ha! Gerade sehe ich, dass Grossi auch schon drauf gekommen ist, s.o. Dann sind wir schon zwei :-)

Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Leider darf man ja in den allermeisten Fällen nicht Golfen wenn man nicht Mitglied bei irgendwem oder irgendwas ist. Da liegt der Hase im Pfeffer, wären diese Zugangsbeschränkungen nicht da, gäbe es sicher auch keinen VcG.
Sag' ich doch. Erst schafft der DGV irrwitzige Zugansbeschränkungen, dann merkt er, dass ihm die Kunden fehlen. Anstatt die Restriktionen zu beseitigen, schafft er eine "Hintertür" innerhalb des bestehenden Systems. So verstrickt er sich immer mehr in Widersprüche. Eine typisch teutsche Lösung; das kennen wir ja nicht nur im Golf...

Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Dann kommt jetzt wieder das Hologramm des DGV ins Spiel was allen die "Futterneidisch" sind zeigt wie welcher Club mit seinen Spielrechten umgeht. Das ist auch mal wieder typisch Deutsch, Überregulation der Regulation, für Sachen die im Grunde genommen scheißegal sind und nur wieder künstlich Gräben aufreist wo keine sein müssten.
rebel, kein Widerspruch, wir sind uns ja völlig einig. Ich bin überzeugt, dass diese Hologramme die ernsthaften Golfer keineswegs vor den zahlreichen Golfidioten schützen, im Gegenteil, sondern selbst Teil des Schwachsinns-Systems sind. Vielleicht kam das bei meinen wortreichen Beiträgen nicht so recht heraus. Fazit: Das kranke DGV-System lehne ich rundherum ab.

three-putt
_________________
(BTW: Wenn ich mit Fremden spielen muss, bevorzuge ich VCGler; die kennen Regeln und Etiquette meist sehr gut).

Geändert von three-putt (21.12.08 um 14:31 Uhr) Grund: Copy-and-paste-error
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  #24 (permalink)  
Alt 22.12.08, 23:06
rebel
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Hallo three-putt,

schau mal bitte auf diese PDF, das sollte sie sein. Ist zwar schon aus dem Jahr 2002 aber da dürfte sich nur nach oben was geändert haben.

http://www.promotion-golfevents.de/u...tudie_2002.pdf
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  #25 (permalink)  
Alt 23.12.08, 08:46
Bronze Mitglied
 
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Danke für den Link, rebel. Die vielen schönen Grafiken überzeugen mich allerdings nicht, denn ich traue Statistiken nur, wenn ich sie selbst gefälscht habe. Die gezeigten tollen Zuwachsraten sind natürlich perfekt "pro domo" promotion-golfevents. Übrigens trat nach meinen Beobachtungen die Sättigung des Golfmarkts verstärkt in den Jahren nach der Veröffentlichung der Expertise ein, also etwa ab 2002.

Besonders aufschlussreich ist es übrigens mit dem heutigen Wissen auch einmal andere Marktanalysen der Vergangenheit zu lesen. Da kriegt man sofort Appetit auf die todsicheren Anleihen der Lehman Bros., nachdem gerade vorher erst die Dotcomblase geplatzt war (was wiederum nach den Expertisen von 1999 wohl niemand erwartet hätte).

four-putt
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  #26 (permalink)  
Alt 23.12.08, 09:58
rebel
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Hallo three_putt,

das ist nur die eine PDF die ich dazu gelesen habe, dann gab es auf golf.de noch ein paar - aber da weis ich nicht ob die noch zur Verfügung stehen.

Das mit der Statistik glaub ich dir gern, doch die Zahl der Golfplätze und der Golfer (hier kann es Schwankungen geben) sind via Suchdienst im Internet immer Abgleichbar und stimmen so ungefähr überein.

Zitat:
Die meisten Clubsekretäre reißen dem Spielwilligen gierig den Fuffi aus der Hand und scheren sich um keine Mitgliedschaft. Das sind klassische Anzeichen für einen von Nachfragern dominierten Markt, also ein bestehendes Überangebot.
nicht unbedingt,
das kann auch auf ein falsches/fehlerhaftes Geschäftsmodell hindeuten.

Einerseits wird über die Fernmitglieder (VcG eingeschlossen, nur das die extra zur Kasse gebeten ?werden?) gemeckert und andererseits nimmt man das Greenfee solcher Spieler sehr gern.
Da stinkt der Fisch doch gewaltig.
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  #27 (permalink)  
Alt 23.12.08, 11:54
Silber Mitglied
 
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Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Einerseits wird über die Fernmitglieder (VcG eingeschlossen, nur das die extra zur Kasse gebeten ?werden?) gemeckert und andererseits nimmt man das Greenfee solcher Spieler sehr gern.
Warum auch nicht? Warum sollten die VcG'ler (oder Fernmitgliedschaftler) nicht mehr bezahlen? Sie spielen in einer absolut günstigen Variante Golf und brauchen sich nicht um die finanzielle Existenz ihres Clubs zu sorgen. Sie bringen sich finanziell nicht ein, verlangen aber die volle Leistung in den jeweiligen Clubs.
Ob ich im Jahr 195 Euro Beitrag (ohne jegliche Aufnahmegebühr) oder 1500 Euro Beitrag (zuzüglich Aufnahmegebühr in mindestens gleicher Höhe) zahle ist wohl ein kleiner Unterschied. Man mag es mir als Arroganz auslegen, aber ich empfinde es den Clubmitgliedern gegenüber nur als fair, daß die VcG'ler mehr Greenfee zu zahlen haben. Abgesehen davon: wenn alle Golfer VcG'ler wären, wer bezahlt denn dann die Unterhaltungkosten für Golfclubs? Das ist einfach eine wirtschaftliche Frage und mit 195 Euro Jahresbeitrag ist soetwas nicht zu stemmen.

Der Golfverband hat mit dem VcG unbestritten eine Kuriosität ins Leben gerufen, aber die Kennzeichnung auf den Mitgliedskarten halte ich für einen nachvollziehbaren Schritt und als ein unweigerliches Resultat daraus, daß man durch die Gründung der VcG selbst die Unterschiede herbeigeführt hat. Das hat zugegebenermaßen schon was von: Die Geister die ich rief, die werde ich nicht mehr los.

Dennoch möchte ich auf weitere Varianten bei der Gestaltung der Mitgliedschaften hinweisen. Bei Nachbarclubs hier in der Gegend gibt es Mitgliedschaften, die sich nach Wochentagen richten. Golfer, die von Montag bis Donnerstag spielen dürfen (Bronze-Variante). Golfer, die von Freitag bis Sonntag spielen dürfen (Silber-Variante) und Golfer, die den Platz unabhängig von den Wochentagen spielen dürfen (Gold-Variante). Wenn man als Bronze-Mitglied nun am Wochenende spielen will, muß dieses Mitglied Greenfee im eigenen Club bezahlen. Auch das ist doch nur fair, denn schließlich sind die finanziellen Unterschiede beträchtlich zwischen Voll- und Teilnutzungsrecht. Daß die unterschiedlichen Formen der Mitgliedschaft nun auf der Mitgliedskarte für andere Clubs sichtbar hinterlegt werden ist sicherlich nachvollziehbar.
Letztlich ist die Form der "gestaffelten" Mitgliedschaft nichts anderes als das was mit den VcG'lern in abgewandelter Form praktiziert wird. Aber im Bezug auf VcG'ler wird um das Thema herum ein riesiges Faß aufgemacht.



Zitat:
Zitat von three-putt
(BTW: Wenn ich mit Fremden spielen muss, bevorzuge ich VCGler; die kennen Regeln und Etiquette meist sehr gut).
Es sei die Frage gestattet: Wer macht denn nun die Unterschiede angesichts einer derartigen Aussage? Der DGV oder die Golfer selbst?
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  #28 (permalink)  
Alt 05.01.09, 12:04
rebel
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So, nun bin ich aus dem Neujahrsurlaub zurück und kann mich meiner alten Leidenschaft widmen.

@Bunkermagnet
Zitat:
Man mag es mir als Arroganz auslegen, aber ich empfinde es den Clubmitgliedern gegenüber nur als fair, daß die VcG'ler mehr Greenfee zu zahlen haben. Abgesehen davon: wenn alle Golfer VcG'ler wären, wer bezahlt denn dann die Unterhaltungkosten für Golfclubs? Das ist einfach eine wirtschaftliche Frage und mit 195 Euro Jahresbeitrag ist soetwas nicht zu stemmen.
Machen wir mal gaaanz langsam.

Ein Beispiel (nur mal so lang hingesponnen):
Ein Golfclub erhebt für den Platz und die Leistungen eine Summe von 1.000 € pro Jahr von seinen Mitgliedern.

Die hat er rechnerisch ermittelt aus allen Kosten + einem gewissen Anteil die für neue Investitionen benötigt und Angespart werden sollen - benötigt werden.

Alle im Club sind zufrieden und glücklich. Der Club macht jedes Jahr ein gutes Geschäft und wird stetig "reicher". Der Platz ist mäßig ausgelastet und Wochentags sogar gar nicht.

Jetzt kommt der Buchhalter zu der Idee, das man ja Fremde auch spielen lassen kann. Er rechnet und kommt zu dem Schluss, das Fremde für 20 € eine Runde 18 loch spielen können.

Das bedeutet das jeder Fremde Spieler das Kapital des Clubs um 20 € mehrt, auf das der Club zur Unterhaltung seines Platzes gar nicht angewiesen sein darf (Besucher lassen sich ja so schwer kalkulieren).
Warum sollten den VcG'ler (auch Fernmitglieder) jetzt 40 € zahlen? Sie sind auch nur Gäste?

Die Aussage: "Sie bringen ja nichts für die Unterhaltung des Platzes mit ein und haben keine Heimatclub", oder ähnliche Aussagen sind doch Schwachsinn, da das Geschäftsmodel des Clubs ja gar nicht danach funktioniert! Andererseits müsste jeder Besucher willkommen sein und nicht noch durch erhöhtes Greefee abgeschreckt werden.

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Zitat:
Dennoch möchte ich auf weitere Varianten bei der Gestaltung der Mitgliedschaften hinweisen. Bei Nachbarclubs hier in der Gegend gibt es Mitgliedschaften, die sich nach Wochentagen richten. Golfer, die von Montag bis Donnerstag spielen dürfen (Bronze-Variante). Golfer, die von Freitag bis Sonntag spielen dürfen (Silber-Variante) und Golfer, die den Platz unabhängig von den Wochentagen spielen dürfen (Gold-Variante). Wenn man als Bronze-Mitglied nun am Wochenende spielen will, muß dieses Mitglied Greenfee im eigenen Club bezahlen. Auch das ist doch nur fair, denn schließlich sind die finanziellen Unterschiede beträchtlich zwischen Voll- und Teilnutzungsrecht. Daß die unterschiedlichen Formen der Mitgliedschaft nun auf der Mitgliedskarte für andere Clubs sichtbar hinterlegt werden ist sicherlich nachvollziehbar.
Letztlich ist die Form der "gestaffelten" Mitgliedschaft nichts anderes als das was mit den VcG'lern in abgewandelter Form praktiziert wird.
Somit wird aber auch klar das die Kennzeichnung diskriminiert!
Mit der Bronze oder Silber Variante unterstütze ich "meinen Club und kann dann bestraft werden wenn ich in einem Fremden Club spielen möchte.
So viel zu dem von Clubmitgliedern beschworenen "Solidaritätsprinzip". Das Clubmitglied ist weniger wert, da er ja nur eine Bronze Mitgliedschaft hat.
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  #29 (permalink)  
Alt 05.01.09, 14:30
Benutzerbild von burkim
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mhmmmmm,
grübek . . . irgendwo kann ich sowohl bunkermagnet wie auch rebel verstehen und denke gerade darüber nach, wie solche Konflinkte in anderen Bereichen gehandelt werden - - und mir fällt auf, dass es ein rein *sprachliches* Problem
ist.

Würden die Anlagen die heute **erhöhte ** Preise von den VcG'lern (oder Fernmitgliedschaftlern) nehmen, diesen erhöhten Preis als Standardpreis festlegen und dann den Vollmitgliedern entsprechende Nachläße geben, wäre alles in Ordnung obwohl sich faktisch nix geändert hat. Jeder zahlt das gleiche wie jetzt, aber keiner zahlt einen HÖHEREN Preis, es gibt halt nur einige die Rabatte erhalten und andere die diese Rabatte nicht bekommen.
Da dies aber überall auf der Welt so ist - sogar die Tanke mit der Muschel gibt einen Rabatt für die Mitglieder des Gelben Engels und niemand käm auf den Gedanken dort deshalb nicht zu tanken, weil er keinen Gelbengel-Ausweis hat. . .

Bevor jetzt jemand meint, das sei Augenwischerei ( was ja nicht ist, sondern eine rein marketingtechnische Umformulierung ) denkt bitte über all die anderen Situationen im Leben nach wo es so gehandelt wir, angefangen von den Regionalkarten der Städte mit denen man Prozente einheimsen kann über die Kreditkarten mit denen ich Bonis einstreiche . . .
__________________
. . . treffe den Ball hart, gerade und nicht so oft!
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  #30 (permalink)  
Alt 05.01.09, 16:33
Silber Mitglied
 
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Ort: NRW
Beiträge: 103
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Zitat:
Zitat von rebel Beitrag anzeigen
Alle im Club sind zufrieden und glücklich. Der Club macht jedes Jahr ein gutes Geschäft und wird stetig "reicher".
Da nimmst Du aber eine Menge Dinge als selbstverständlich an angesichts großer finanzieller Probleme vieler Clubs.

Zitat:
Zitat von rebel
Das bedeutet das jeder Fremde Spieler das Kapital des Clubs um 20 € mehrt, auf das der Club zur Unterhaltung seines Platzes gar nicht angewiesen sein darf (Besucher lassen sich ja so schwer kalkulieren).
Also ein gewisser Prozentsatz an Greenfee ist in jeder Bilanz einkalkuliert. Schau Dir mal den Jahresbericht Deines Vereins genauer an.


Zitat:
Zitat von rebel
Die Aussage: "Sie bringen ja nichts für die Unterhaltung des Platzes mit ein und haben keine Heimatclub", oder ähnliche Aussagen sind doch Schwachsinn, da das Geschäftsmodel des Clubs ja gar nicht danach funktioniert!
Ich bin mal so frei und fordere ein bisschen Netiquette ein. Ich denke ich bin weit davon entfernt Schwachsinn von mir zu geben.


Zu dem Inhalt Deiner Aussage sei angemerkt, daß mir als Vollzahler das Geschäftsmodel des VcG's herzlich egal sein kann, denn ich zahle voll und habe somit volles Spielrecht. Wenn ein anderer Golfer nun ein "Spar-Modell" vorzieht muß er damit rechnen Nachteile zu haben.
Wenn ich beim Fleischer Schnitzel bezahle kann ich auch nicht erwarten stattdessen feinstes Rindersteak in die Tüte gelegt zu bekommen.

@burkim:
Letztlich bleibt zu konstatieren, daß der DGV das Problem der Golfer-Hackordnung mit den VcG'lern selbst geschaffen hat. Da wäre es eigentlich unfair den Vereinen einen derartigen organisatorischen bzw. bürokratischen Mehraufwand aufzuerlegen, um die Gleichstellung umzusetzen.
Wie man das "Problem" letztlich konstruktiv löst ist schwer zu sagen. Einen umsetzbaren Lösungsvorschlag kann ich leider auch nicht beisteuern. Hier sind die Erschaffer (sprich: DGV/VcG) gefragt und die sehen halt die Lösung in der Einführung der neuen DGV-Ausweise. Daß dies bei allen Golfern nicht auf Gegenliebe stoßen wird, war dem DGV sicherlich schon im Vorfeld klar. Letztlich schafft es eine noch größere Kluft zwischen Vollzahlern und Fernmitgliedschaftlern bzw. VcG'lern.

Geändert von Bunkermagnet (05.01.09 um 16:39 Uhr)
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