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  #1 (permalink)  
Alt 17.12.08, 20:00
rebel
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Standard Startschuss für neuen DGV-Ausweis

Zitat:
Der Deutschen Golf Verband e.V. (DGV) hat den Startschuss für den Versand der neuen DGV-Ausweise 2009 gegeben. Der Ausweis, der bundesweit an alle Golfer in den über 780 im DGV organisierten Golfclubs und Golfanlagen ausgegeben wird, trägt ab 2009 erstmals in vielen Fällen ein Hologramm in Gold oder Silber auf der Vorderseite. Dieses Kennzeichen gibt Auskunft über das Spielrecht des Kartenbesitzers in seinem Heimatclub sowie über die regionale Mitgliederstruktur des Clubs.

Im März 2008 hatten die Mitgliederclubs des DGV mit deutlicher Mehrheit auf dem Verbandstag beschlossen, eine freiwillige Ausweiskennzeichnung einzuführen. Damit erhoffen sich die Clubs, ihre Greenfeepolitik differenzierter gestalten zu können. Bereits 423 Golfanlagen (Stand 16. Dezember 2008) haben dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem DGV abgeschlossen. Durch die freiwillige Kennzeichnung ergeben sich vier unterschiedliche Darstellungen des DGV-Ausweises, je nachdem, ob ein Golfspieler ein volles Spielrecht auf seiner Anlage genießt und ob der Heimatclub des Golfers ein starke regionale Prägung der Mitgliederstruktur aufweist. Ein silberfarbenes Hologramm mit den Buchstaben vS steht für volles Spielrecht, ein ebenfalls silbernes mit dem Buchstaben R für regionale Mitgliederstruktur. Dies bedeutet, dass mindestens 90 Prozent der Clubmitglieder in einem Umkreis von 100 Kilometern wohnen. Ein goldfarbenes Hologramm mit den Buchstaben R/vS steht für die Erfüllung beider Kriterien. Die vierte Variante wäre ein DGV-Ausweis ganz ohne Hologramm für diejenigen Clubs, die nicht an der freiwilligen Kennzeichnung teilnehmen oder die Kriterien nicht erfüllen.
Meine Frage nun, was soll man damit bezwecken das man weis welches Spielrecht man besitzt oder auch nicht?
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  #2 (permalink)  
Alt 17.12.08, 20:39
Grossi
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Ich denke, wenn da genug Clubs bei mitmachen, wird das den "Kampf" gegen Fernmitgliedschaften, die ja nunmal viele DGV-Clubs nicht mögen, erleichtern. Nach dem Motto, goldenes Holo normales Greenfee, silbernes 50% Zuschlag, ohne Holo kein Spielrecht/doppeltes Greenfee oder so.

Es wird viel davon abhängen, wieviele Clubs "freiwillig" da mitmachen und ob dementsprechend ein Sog entsteht. Evtl. wird man aber dadurch auch erahnen können, wieviele Clubs tatsächlich Fernmitgliedschaften anbieten.
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  #3 (permalink)  
Alt 17.12.08, 21:25
Bronze Mitglied
 
Registriert seit: Nov 2008
Beiträge: 67
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Zitat:
Zitat von Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art. 11 [Freizügigkeit]

(1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
Abweichend vom GG führt der DGV nun offenbar eine "Residenzpflicht" für Golfer ein. Andernfalls werden sie diskriminiert - und erleiden finanzielle Nachteile. (Mich persönlich betrifft es zwar nicht, denn ich bin durch ein güldenes Hologramm geadelt). Die Hybris des DGV wäre lächerlich, wenn es nicht so ärgerlich wäre.

Dabei sitzen die Golfclubs zwischen allen Stühlen, denn durch die rigide Politik des DGV entgehen ihnen Einnahmen, die sie eigentlich dringend bräuchten. Allerdings findet sich immer ein Weg. Die normative Kraft des Faktischen: Wenn ich auf Reisen bin, spiele ich wann immer möglich unterwegs ein oder zwei Plätze, die ich noch nicht kenne. Wie oft kam ich schon, meinen DGV-Ausweis in der Hand, ins Clubbüro, aber die Sekretärin interessierte sich nicht die Bohne für meine Plastikkarte.

"Jaja, tragen's sich nur ein", schiebt sie mir eine Kladde hin.

"Soll ich meinen Heimatclub dazuschreiben?"

"Jaja, wenn Sie mögen".

"Mein Handicap auch?".

"Is scho recht, schreiben'S es auf, wenn sie mögen. Schönes Spiel".

Ich lach' mich schlapp

three-putt
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  #4 (permalink)  
Alt 17.12.08, 22:51
Grossi
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Three-Putt, der GG-Artikel passt hier nicht, weil er nicht im Verhältnis zwischen Privaten gilt, sondern nur beinhaltet, dass der Staat Dich nicht am Umziehen hindern darf.

Aber in der Sache stimme ich Dir voll zu. Es handelt sich um einen klassischen Zielkonflikt: Auf der einen Seite wollen die Clubs mehr Geld verdienen (manche müssen es sogar dringend) und brauchen dafür mehr Leute, neue Golfer, da die vorhandene Klientel eben nicht beliebig mehr gemolken werden kann, und das gilt sicher praktisch überall.
Auf der anderen Seite gibt es viele Clubs, die das althergebrachte Bild vom "Bonzensport Golf" - oder sollte ich besser sagen dem Sport der besser Verdienenden - aufrecht erhalten wollen, weil zumindest früher ein Großteil der Mitglieder genau deswegen kam. Heutzutage ist von dieser Klientel jeder, der für Golf gewinnbar ist, ohnehin schon in einem Club.

Wachstum und Mehrverdienst geht deshalb m.E. zukünftig verstärkt nurmehr über Leute, die des Sports wegen kommen und nicht um des Statussymbols Willen - zumal es das im Grunde auch nur noch gegenüber Leuten ist, die keine Ahnung vom Golf haben.

Grüße, Grossi
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  #5 (permalink)  
Alt 18.12.08, 08:25
Bronze Mitglied
 
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Zitat:
Zitat von Grossi Beitrag anzeigen
Three-Putt, der GG-Artikel passt hier nicht, weil er nicht im Verhältnis zwischen Privaten gilt, sondern nur beinhaltet, dass der Staat Dich nicht am Umziehen hindern darf.
Stimmt schon, aber Übertreibung veranschaulicht so schön .

Die DGV-Lösung ist so richtig "typisch deutsch". Die Amerikaner gehen viel lockerer mit dem "Problem" der Golfproleten um. Clubs, die es sich leisten können (Pebble Beach!), verlangen einfach ein saftiges Grünfutter, so ab 250$; damit bleibt die upper class (und die erfolgreichen Gangster) zuverlässig unter sich. John Sixpack und Seinesgleichen tummeln sich dann halt auf den billigen Plätzen. Dazu braucht es doch wohl keine hochbezahlte Funktionärsclique, die sich wie die Maden im Speck an unseren Beiträgen mästet

three-putt
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  #6 (permalink)  
Alt 18.12.08, 11:51
Swinging Afro
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Mahlzeit,

na super...firsch die Fernmitgliedschaft abgeschlossen und der Club sagte mir, dass sie an dieser Sache agr nicht teilgenommen haben, sprich: der Ausweis hat wohl kein Holgramm

Bin mal gespannt, was mich auf den Plätzen bei mir in der Gegend erwarten wird.

Gruss
Swinging Afro
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  #7 (permalink)  
Alt 18.12.08, 19:06
rebel
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@ Swinging Afro,

Zitat:
na super...firsch die Fernmitgliedschaft abgeschlossen und der Club sagte mir, dass sie an dieser Sache agr nicht teilgenommen haben, sprich: der Ausweis hat wohl kein Holgramm
In dem Fall kannst du doch von Glück sprechen. Dich kann man noch Diskriminieren da man nicht nachweisen kann ob du ein "Made" bist oder ein Vollmitglied.

@ alle,

also lag ich mit meiner Vermutung richtig das man damit die Fernmitglieder raussieben will.
Bin mal gespannt wo das hinführt.

Golf wird eben in Deutschland in den Köpfen der Funktionäre und Entscheidungsträger immer noch nicht als Sport gesehen - leider.
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  #8 (permalink)  
Alt 18.12.08, 19:15
Grossi
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@Swinging Afro:

Ich würde erstmal Ruhe bewahren (was willst Du auch sonst machen, hast Dich ja schon entschieden ). Man muss ja erst mal schauen, wie die Beteiligung daran ist. Wenn sich jetzt rausstellt, dass 75% der Clubs zumindest ein paar Fernmitgliedschaften mit beschränkten Spielrecht verkauft haben, werden die wohl kaum daran teilnehmen, und dann bestände letztlich weniger "Gefahr" als bisher mit dem "eS"-Aufdruck.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass es Clubs gibt, die vornerum gegen Fernmitgliedschaften zetern, aber hintenrum selber welche verkaufen müssen, um auf ihre Kosten zu kommen.

Grüße Grossi
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  #9 (permalink)  
Alt 18.12.08, 19:30
Neu
 
Registriert seit: Dec 2008
Beiträge: 5
Jolfer eine Nachricht über MSN schicken Jolfer eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard Golfausweis 2009

wie sieht es denn aus, wenn man Mitglied in einem ausländischen Club ist und in Deutschland spielen möchte ?

B G
Jolfer
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  #10 (permalink)  
Alt 18.12.08, 20:56
Grossi
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Wenn man auch im Ausland wohnt, kein Problem. Ein Problem könnte es nur geben, wenn man als Deutscher eine Mitgliedschaft in einem ausländischen Club hat, aber dort keinen Wohnsitz nachweisen kann.

Grüße, Grossi
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