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  #1 (permalink)  
Alt 16.07.11, 15:32
Benutzerbild von Manni
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Standard Wasserhindernis -> Dropzone

Folgende Situation:
Ich schlage ab, alle drei Mitspieler reagieren mit "UUUUUUUUH schade, Ball ist im Wasserhindernis!". Ich ärger mich, da ich den Ball eigentlich knapp hinter dem Hindernis vermutet hätte, aber bin daraufhin unsicher und suche mit Mitspielern 2 Minuten lang das Wasserhindernis ab (Graben ohne Wasser). Habe dabei nur kurz, verschüchtert hinter das Hindernis geäugt und den Ball aus der Ferne nicht gesehen. Droppe also (haben extra ne Dropzone für das Hindernis!), weil mies gelaunter HCP15 -Spieler das vorschlägt. Ich droppe und spiele den Ball mit Strafschlag weiter. Gehe Richtung Grün und finde dort natürlich meinen Ball vom Abschlag. Für den weiteren Ablauf hat das nach dem gedroppten Ball keine Auswirkungen mehr oder? Sprich ich darf ganz normal den gedroppten Weiterspielen, um mich nach dem Einlochen zu ärgern, dass ich nen Schlag verloren hab?

Was wäre, wenn ich einen Ball droppe und den Originalball VOR dem Schlag zufällig sehen würde? Ist es dann schon zu spät, da ich bereits gedroppt hab?
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  #2 (permalink)  
Alt 16.07.11, 16:38
Benutzerbild von Grosser
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Standard

2 Möglichkeiten:
Ball 2 ist ein PROVISORISCHER Ball: Du findest Ball 1 - Ball 2 hebst du auf (insg. 1 Schlag bisher)
Ball 2 wird zum Ball im Spiel (NICHT als provisorischer Ball angesagt), d.h. du gibst Ball 1 auf (oder vergisst einfach nur, Ball 2 explizit als 'provisorischen Ball' anzusagen) - du hebst (falls du ihn findest) Ball 1 auf und spielst Ball 2 weiter (Spielst Ball 2 mit dem dritten Schlag)


Selbiges gilt beim Droppen: provisorisch angesagt und Ball im Spiel gefunden->Ball im Spiel bleibt Ball im Spiel und provisorischer wird aufgehoben!


PS: Alles ohne Gewähr - die richtigen Regelexperten werden sich noch zu Wort melden!
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  #3 (permalink)  
Alt 16.07.11, 16:48
Benutzerbild von Levkowitz
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Zitat:
Zitat von Grosser Beitrag anzeigen
2 Möglichkeiten:
Ball 2 ist ein PROVISORISCHER Ball: Du findest Ball 1 - Ball 2 hebst du auf (insg. 1 Schlag bisher)
Nein, nur eine Möglichkeit.

Wenn der Ball in einem WH ist, darf kein provisorischer Ball mehr gespielt werden. In dieser Situation, wo der Ball NUR in einem WH verloren sein kann, gilt das gleiche. Es muss nach der Wasserhindernisregel verfahren werden. Also suchen und so spielen wie er liegt, oder einen Ball mit einem Strafschlag droppen.

Hier hätte man also nach dem ersten Ball suchen müssen, um dann ggf. zurückzugehen oder in die Dropzone zu gehen. Nach dem Droppen und Spielen: Pech!
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  #4 (permalink)  
Alt 16.07.11, 19:47
Benutzerbild von Manni
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Okay, danke.
Ich war etwas verunsichert, weil jemand eben genau sagte, dass der gedroppte erstmal als provisorischer gilt, aber "provisorisch" wäre er ja nur gewesen, wenn ich ihn direkt am Abschlag gespielt hätte.
In meinem Fall hab ich den Ball aber als "im WH verloren" deklariert, einen neuen gedroppt und kann meinen ersten Ball dann nicht auf einmal als "nicht verloren" rück-deklarieren und den gedroppten doch wieder aufheben.

Danke!
Wieder was gelernt (nicht immer auf Mitspieler zu hören)
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  #5 (permalink)  
Alt 16.07.11, 21:21
RuHa
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Zitat:
Zitat von Manni Beitrag anzeigen
In meinem Fall hab ich den Ball aber als "im WH verloren" deklariert, einen neuen gedroppt und kann meinen ersten Ball dann nicht auf einmal als "nicht verloren" rück-deklarieren und den gedroppten doch wieder aufheben.
Ich erspare mir einen Kommentar und verweise zunächst auf die Definition:

Zitat:
Es ist eine Frage der Umstände, ob ein in Richtung auf ein Wasserhindernis geschlagener, nicht gefundener Ball, tatsächlich in dem Wasserhindernis ist. Um diese Regel anwenden zu können, muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass der Ball in dem Wasserhindernis ist. Fehlt es an dieser Kenntnis oder Gewissheit, so muss der Spieler nach Regel 27-1 verfahren.
Dann auf:

Zitat:
Regel: 26-1

Decision: 26-1/3.7

Titel: Ball nach der Wasserhindernis-Regel fallen gelassen, obwohl es an der Kenntnis oder Gewissheit fehlt, dass der Ball in dem Hindernis ist; ursprünglichen Ball dann gefunden

Frage:
Ein Spieler schlägt seinen Ball in Richtung eines Wasserhindernisses und der Ball wird nicht gefunden. Obwohl es weder bekannt noch so gut wie sicher ist, dass der Ball des Spielers in dem Wasserhindernis ist, lässt der Spieler einen Ball nach Regel 26-1b fallen. Bevor er diesen spielt, wird sein ursprünglicher Ball innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:
Es war weder bekannt noch so gut wie sicher, dass der Ball des Spielers in dem Wasserhindernis ist, als er den neu eingesetzten Ball ins Spiel brachte. Somit war dieser Ball fälschlicherweise nach einer nicht anwendbaren Regel neu eingesetzt worden.
Der Spieler muss seinen Fehler nach Regel 20-6 beheben, indem er den neu eingesetzten Ball aufgibt und das Spiel mit dem ursprünglichen Ball fortsetzt. War der ursprüngliche Ball innerhalb des Wasserhindernisses gefunden worden, darf der Spieler nach Regel 26-1 verfahren.
Behebt der Spieler seinen Fehler nicht und spielt den fallen gelassenen Ball, so ist er nicht nach einer anwendbaren Regel verfahren und hat sich Strafe zugezogen (siehe Entscheidung 34-3/6). Die richtige Regelentscheidung wäre dann, dass der Spieler nach Regel 27-1 verfahren ist (weil dies die einzige auf die gegebene Situation anwendbare Regel ist) und sich einen Strafschlag nach dieser Regel zugezogen hat. Weil er den Ball außerdem vom falschen Ort gespielt hatte (d. h. einer Stelle, die nach Regel 27-1 nicht zulässig ist), zieht er sich die Grundstrafe von Lochverlust im Lochspiel oder zwei Strafschlägen im Zählspiel für Verstoß gegen Regel 27-1 zu. Im Zählspiel muss die Spielleitung feststellen, ob es sich bei dem vom falschen Ort Spielen um einen schwerwiegenden Verstoß gehandelt hatte (Regel 20-7c).
Lesen kann jeder der schreiben kann !

Rudi
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  #6 (permalink)  
Alt 16.07.11, 23:01
Benutzerbild von Manni
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"Titel: Ball nach der Wasserhindernis-Regel fallen gelassen, obwohl es an der Kenntnis oder Gewissheit fehlt, dass der Ball in dem Hindernis ist; Bevor er diesen spielt, wird sein ursprünglicher Ball innerhalb der fünfminütigen Suchzeit gefunden."


Okay, das bezieht sich dann also nur auf meine letzte Fragestellung, wenn ich das richtig verstehe:
"Was wäre, wenn ich einen Ball droppe und den Originalball VOR dem Schlag zufällig sehen würde? Ist es dann schon zu spät, da ich bereits gedroppt hab?"

Wenn ich den gedroppten schon gespielt habe, tritt die Regel somit nicht mehr in Kraft? Ich kann doch nicht im Nachhinein bestraft werden, weil die Tatsache, dass ich den Ball außerhalb des Hindernisses wiederfinde, die Bedinung
"...muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass der Ball in dem Wasserhindernis ist." nachträglich entkräftet oder? :?
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  #7 (permalink)  
Alt 17.07.11, 10:36
RuHa
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Sylt, Bahn 14 (Par 4, WH vor dem Grün):

Ich schlage aus 140m in Richtung Grün, Wasser spritzt auf, ich spiele nach 26-1 b ... als ich um das WH herum auf's Grün gehe, sehe ich meinen Ball zwischen WH und Grün liegen.

Der R&A schreibt dazu:

Zitat:
Es ist eine Frage der Umstände, ob ein in Richtung auf ein Wasserhindernis geschlagener, nicht gefundener Ball, tatsächlich in dem Wasserhindernis ist. Um diese Regel anwenden zu können, muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass der Ball in dem Wasserhindernis ist. Fehlt es an dieser Kenntnis oder Gewissheit, so muss der Spieler nach Regel 27-1 verfahren.
Damals führte der R&A noch weiter aus: "selbst aufspritzendes Wasser ist kein berechtigtes Anzeichen dafür, daß der Ball im WH ist". Heute gilt statt "bA" nun "bosgws", nicht minder wachsweich.

Ergo: "so gut wie sicher" war es in Deinem Falle nicht, denn Du selbst hattest ja größte Zweifel.

Was war in meinem Fall ? Da der Ball nicht im WH lag, hatte ich einen neuen Ball ins Spiel gebracht. Diesen hätte ich aber nach 27-1 am letzten Ort droppen müssen. Durch den Drop unmittelbar vor dem WH habe ich nicht nur vom falschen Ort gespielt, sondern mir auch einen entscheidenden Vorteil (ca. 90m Distanz) verschafft.

Stableford: DQ für das Loch
Zählspiel: DQ wegen falschem Ergebnis
Lochspiel: Loch verloren

Was lernen wir daraus ? Glaube keinem Mitspieler, nur Du bist für Dein Spiel verantwortlich. Und noch etwas: manche Spieler verbreiten miese Laune, weil die Mitbewerber dann schlechter spielen ... unter Zockern ein beliebtes Mittel zu gewinnen !

Rudi
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  #8 (permalink)  
Alt 17.07.11, 20:49
Benutzerbild von Levkowitz
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Registriert seit: Jun 2011
Beiträge: 448
Standard

Zitat:
Zitat von RuHa Beitrag anzeigen
selbst aufspritzendes Wasser ist kein berechtigtes Anzeichen dafür, daß der Ball im WH ist".
Das stimmt in der Tat. Wenn man den Ball flach über das Wasser schießt, springt der wie ein flacher Stein.
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  #9 (permalink)  
Alt 17.07.11, 20:58
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Beiträge: 1.881
Standard

Zitat:
Zitat von Levkowitz Beitrag anzeigen
Das stimmt in der Tat. Wenn man den Ball flach über das Wasser schießt, springt der wie ein flacher Stein.
Da doch die Frage an unsere Spezialisten, aus dem letzten Turnier
Mitspieler sagt, Ball hat andere Seite erreicht, aber wieder zurückgerollt - ins Wasser.
Ergo Ball ist wieder im Wasser, wo droppen?

Grüße,

Wolfgang
__________________
Lieber ein schöner Tag am Golfplatz - als ein schlechter Tag in der Arbeit
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  #10 (permalink)  
Alt 18.07.11, 13:26
Benutzerbild von flea2010
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Beiträge: 118
Standard

Zitat:
Zitat von exbritania Beitrag anzeigen
Mitspieler sagt, Ball hat andere Seite erreicht, aber wieder zurückgerollt - ins Wasser.
Ergo Ball ist wieder im Wasser, wo droppen?
Wie ist die Markierung auf der anderen Seite des WH? Oft gibt es ja auf einer Seite gelb, auf der (dem Loch zugewandten Seite) rot.

Siehe auch Wasserhindernis auf einer Seite gelb, auf der anderen Rot
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