Oh Gott, was spielst denn du für Schläger?

Dieses Thema im Forum "Ausrüstung" wurde erstellt von henry s., 18. März 2008.

  1. pet

    pet New Member

    Oh Gott! Was habe ich nur angerichtet :eek:.

    Ich denke ein Snob zeichnet sich nicht unbedingt durch herumwerfen von viel Geld aus, sondern eher durch eine gewisse Geisteshaltung.
    Ziel eines Snob ist es wohl eher das beste als das teuerste zu besitzen.
    Das beste kann dabei durchaus auch etwas älter sein.
    Nun ist MacGregor heute eher unbekannt.
    In der jüngeren Vergangenheit wechselte die Firma häufiger den Besitzer.
    Die Qualität war zwischendurch auch nicht gerade die Beste.
    Geld für Neuentwicklungen und vor allem für Werbung war wohl auch nicht da.
    Zu Zeiten von Jack Nicklaus galt MacGregor als eine der besten, wenn nicht sogar als beste Marke.
    Und da kommt nun der Snobismus ins Spiel.
    Man spielt eine eher unbekannte aber eigentlich doch recht wertige Marke.
    Ältere erinnern sich noch an den damals guten Ruf, Jüngere halten MacGregor für eine Kaufhausmarke.
    Den Snob stört das nicht weiter, es ist nämlich eigentlich zutiefst egal was das einfache Volk so denkt :).

    Übrigens hat mich eine ebenfalls Golf spielende Arbeitskollegin so genannt, nachdem ich ihr gesagt habe, daß ich einen MacGregor Eisensatz spiele; ist also noch nicht mal von mir.
    Die Erklärung dazu habe ich mit gerade mal so eben aus den Fingern gesogen :).

    Gruß

    pet
     
  2. henry s.

    henry s. Guest

    Deswegen spielen die Antisnobs (=Trendsüchtigen) auch diese Bling-Bling-Teile von TM und Nike, weil Sie denken, dass ein Schläger ohne 17 Schrauben nicht funktionieren kann. Und alle 6 Monate werden die nächsten Schläger wieder viiieeeel besser.
     
  3. Myaghi

    Myaghi Member

    Bei all der Diskussion um Markenassoziation:
    Was ist mit den Leuten, die einen bunt gemischten Satz im Bag haben?

    Mag sein, dass ich unterbewusst vom Markenimage beeinflusst werde, prinzipiell teste ich aber so ziemlich alles durch und entscheide mich dann für jenen Schläger, der mir am besten liegt.

    Dass Schläger von Marken wie bspw. Adams nicht in meinem Bag vorkommen, liegt weniger am Image (wobei ich nicht mal weiß, welches das bei Adams wäre), sondern an der nicht vorhanden Testbarkeit.

    Unterm Strich zählt für mich also das Handling. Beim Ansprechen des Balls seh ich nämlich weder was von der Marke, noch unterscheiden sich die Schläger gravierend (dicke Kante oder dünne Kante).

    Und da ich Schläger spiele, die zu mir passen, ist es mir echt total wumpe, was andere Leute darüber denken.
    Mein Eindruck: diejenigen Leute, die das teuerste haben, haben nicht nur die fettesten schwarzen Zahlen auf dem Bankkonto, sondern auch die höchsten auf der Scorekarte ;o).
     
  4. henry s.

    henry s. Guest

    Bis hierhin klingt alles sehr vernünftig und ich gehe konform.

    Aber hier bist du ziemlich sicher auf Glatteis unterwegs.
     
  5. Myaghi

    Myaghi Member

    Naja, also ich kenne mittlerweile genug Golfer, die dieses Klischée voll und ganz erfüllen.
    Natürlich kann man diese Aussage nicht generalisieren, aber das kann man mit den restlichen Rückschlüssen von der Marke auf die Persönlichkeit in diesem Thread wohl auch behaupten ;).

    Ich fand schon früher beim Fußball immer: die Jungs, mit den zerfetzten Schuhen kickten am besten. Diejenigen, die jede Saison das neueste Modell für 200€ hatten...naja, die hatten schon Schwierigkeiten mit dem Geradeausgehen ;).
     
  6. henry s.

    henry s. Guest

    Ich fürchte du machst den gleichen Fehler wie viele Menschen aus den durchschnittlichen Vermögensklassen:

    Du erhoffst dir als "gerechten" Ausgleich für dein fehlendes Kapital, dass Reichtum zu Inkompetenz führt. Leider beweisst die Menschheit, dass es zumeist umgekehrt ist.

    Oder glaubst du wirklich, dass es viele Pros gibt, die sich nicht für optimales Material interessieren? Und das Menschen, die sich eine Ausrüstung für geschätzt 2000 Euros kaufen automatisch Deppen sind.

    btw. Du bist noch jung und verdienst wahrscheinlich noch nicht viel Geld, aber wenn du vielleicht einmal ein Haushaltseinkommen von angenommen 80.000€ im Jahr hast, machst du dir keine Gedanken mehr ob ein Schläger 200 oder 300 kostet.
     
  7. Myaghi

    Myaghi Member

    Also mit meinen finanziellen Mitteln hat das wenig zu tun.
    Irgendwelche Prototypen und Honma-Schläger mal ausgenommen, juckt es mich wenig, ob ein Satz 500€ oder 3.000€ kostet.
    Aber wenn mein Schwung -wie sicherlich bei den meisten Hobbygolfern- einfach begrenzt ist, dann wird mir das Material auch nicht zu 20 Schlägen weniger verhelfen.
    Für Dich als Ingenieur mögen Welten zwischen den o.g. Preiskategorien liegen. Für mich als Freizeitgolfer sind diese Unterschiede zwar feststellbar, aber nur bedingt auszunutzen.
    Mit meinem Callaway Diablo Satz, meinem Odyssey Putter und meinen Bridgestone e6+ spiele ich weder Kaufhaus- noch Luxusmaterial. Ich würde sagen: alles im durchschnittlichen Rahmen.
    Und bislang funktioniert das ganz gut mit dem Golfen =).

    Das ganze hat also wenig damit zu tun, ob ich mir irgendwelche Schläger leisten kann, sondern ob ich sie mir leisten will. Was hilft mir das teuerste Material, wenn ich damit nicht zurecht komme? Das gleiche gilt natürlich für Tschibo-Schläger.

    Und nochmal zu den Leuten mit dickem Geldbeutel, den State-of-the-art-Schläger und dem Ferrari: ich verurteile das nicht. Ich finde es schön, je mehr Anhänger unser toller Sport hat. Aber bei einem Schwung wie ihn bspw. Charles Barkley hat (ja ich weiß, früher hat er 70er Runden gespielt)...da hilft auch das teuerste Material nicht.
    Alles, was ich sage: solche Leute gibt es hier vermehrt.
     
  8. mundm

    mundm Guest


    Adams: - miserabele Optik
    - alte Herrenschläger(noch älter als Callaway und das ist schon 50+)
    - relativ teuer
     
  9. rebel

    rebel Guest

    @ mundm,
    Also bei Punkt 1 muss ich klar widersprechen, ich finde nichts daran Preiswert einzukaufen wenn die Qualität stimmt.
    Beim zweiten Punkt - stimmt auch nicht, habe neben den MacGregor noch NoName in der Tasche und mich stört es überhaupt nicht wenn neben mir jemand Tshibo Schläger spielt.

    @ pet,
    mach dir keine Sorgen - so schlimm ist es nicht.

    Das MacGregor eine recht alte und damals bekannte Marke ist, das weiß ich. Damit habe ich auch gar kein Problem ;)
    In Schottland ist die Marke gar nicht so unbekannt und auch recht häufig anzutreffen auf den Plätzen. Dort haben viele auch noch recht alte Schläger im Bag.

    Was mach in nun, mein Verhalten der Umwelt gegenüber ändern oder einfach so weiter? :D
     
  10. pet

    pet New Member

    @rebel:

    Da bin ich ja beruhigt ;).

    Ursprünglich ging es ja in diesem Thread um das Image verschiedener Marken.
    Da tendiere ich auch eher zu einem ziemlich kruden Markengemisch :D.
    So wirklich bewußt habe ich aber bisher noch keine bestimmte Marke bevorzugt.
    Das hat sich eigentlich so ergeben.
    In meinem Mizuno Bag leben zur Zeit Schläger von MacGregor, Titleist, Mizuno, Cobra, Wilson-Staff und Odyssey in friedlicher Coexistenz.
    Angefangen habe ich auch ganz treu nach dem Motto:
    "Als Anfänger merkt man ohnehin keinen Unterschied zwischen Noname und Markenschlägern" und habe mir ganz konsequent einen Komplettsatz von Silverline gekauft.
    Mir ging es irgendwie auf den Zeiger während des Uni-Golfkurses jedesmal andere Schläger zu haben.
    Man kann zwar alle Silverline Eisen tatsächlich auch einzeln kaufen, nur ist das auch nicht wirklich günstiger wie der Komplettsatz.
    Meine damalige Überlegung war, diesen Satz mindestens 1 Jahr zu spielen und mir dann zb. einen gefitteten Ping Eisensatz zu leisten.
    Soweit die Planung.
    Nun lief ich eines Tages über einen Flohmarkt und fand an einem Stand einen ganzen Müllsack voller verschiedenster Golfschläger.
    Während ich noch so wühlte, handelte sich der Verkäufer selbsttätig herunter.
    Letztlich nahm ich den ganzen Sack für 15 € mit.
    Ich will jetzt nicht den ganzen Inhalt aufzählen (es waren 19 Schläger) es befanden sich aber auch etliche 3er und 5er Hölzer darunter.
    Die nahm ich dann mal zu einer Prostunde zur Begutachtung mit.
    Die für mich am besten zu spielenden waren 2 MacGregor Hölzer 3er +5er, vermutlich aus Mitte/Ende der 90er Jahre.
    Überhaupt nicht klar kam ich zb. mit einem 5er ProEdge.
    Der Rest lag so dazwischen.
    Mit den gleich mitgetesteten Silverline Hölzer war es für mich kaum möglich eine halbwegs gerade Flugbahn zu erzeugen.

    Wie gesagt ich als Anfänger empfand das so.

    Mittlerweile benutze ich ein 3er Cobra S9.1 M-Offset, weil es für mich als Anfänger noch einfacher zu spielen ist und bis auf weiteres einen Driver ersetzt.

    Diese Erfahrung bringt mich eher zu der verwegenen These, daß es gerade für einen Anfänger einfacher ist, mit qualitativ hochwertigem Equipment zu beginnen.
    Man kann sich zumindest sicher sein, daß es an einem selber liegt, wenn so gar nichts funktioniert ;).

    Gruß

    pet
     
  11. Golf R32

    Golf R32 New Member

    Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Als ich im Urlaub zufällig einen Cobra-Driver und Fairwayholz getestet habe, schlug ich deutlich geradere und weitere Schläge als mit den Dingern, die in meinem Anfängerset drin waren. Hab mir jetzt auch entsprechendes Equipment geholt.

    Weiterer Vorteil von (passender) Qualitätsware am Anfang: Man kann es nicht mehr auf das Material schieben und arbeitet deshalb evtl. ernsthafter an seinem Schwung :)
     

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