Wedges Loft/Lie/Bounce/Grind

Dieses Thema im Forum "Ausrüstung" wurde erstellt von Bastl, 22. Dez. 2019.

  1. Bastl

    Bastl Active Member

    Ich würde gern mittelfristig meine Wedges neu abstimmen. Vielleicht sind meine Gedanken auch irrig, aber als Ziel bilde ich mir ein, das 60° LW aus dem Bag zu nehmen.
    Ich habe ein Taylormade milled Grind 60° LW, Standard Bounce (10°). Ich benutze es bei allen Bunkerschlägen, hohen chips (wenn es unbedingt sein muss) und gelegentlich bei Annäherungen. Im Bunker komme ich hervorragend mit dem Schläger zurecht. Mein SW ist das Standardsandwedge aus dem Taylormade M2 (2017) Set. Angaben zum Bounce finde ich dazu nicht, laut Hersteller hat es 54° Loft. Ich benutze es für Annäherungen (auch full swing) und chips,
    Das TM Milled Grind 2 SW gibt es in zwei Bounce Varianten, 12° Und 8°. Bei 12° habe ich Bedenken, dass das zu viel Bounce für die Bunker hier sind und ich hätte auch gerne eine etwas kürzere Sohle damit ich den Schläger besser aufdrehen kann. Die Low Bounce Variante hat aber 8°. Da befürchte ich ungünstige Auswirkungen.
    Wirkt sich eigentlich derselbe Bouncewinkel bei unterschiedlichen Lofts anders aus?

    Das ist jetzt vielleicht alles etwas wirr, aber eventuell könnt ihr ja etwas Struktur in meine Gedanken bringen.

    P.s. auch wenn ich jetzt einen Schlägerhersteller genannt habe, kommt es mir nicht auf diesen an. Es ist erstmal eine grundsätzliche Fragestellung zu Loft/Bounce.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Dez. 2019
  2. streuner

    streuner Active Member

    Wenn es nur Loft und Bounce wäre.... bei Titleist mindestens gibt es ja noch verschiedene Grinds, also Sohlenschliff... sehr unübersichtlich für Hobbygolfer und deshalb fast nur über sinnvolle Fittings machbar. Wer dann noch auf verschiedenen Plätzen / Böden unterwegs ist hat völlig die A Karte. Je weicher der Boden auf dem gespielt wird, desto mehr hilft viel Bounce, soviel kann man vermutlich verallgemeinernd sagen.
    Ich habe Platz für 3 Wedges. Mein 50/8 Mizuno S18 ist immer dabei, ist der kürzeste Schläger für volle Schwünge und passt zum Rest vom Eisenset. Danach kommen je nach Platz entweder 52 M und 56 M Titleist SM 7 bei harten Plätzen oder 54 K und 58 L SM 7 bei weichen Plätzen. Ein SM7 mit 60 L Grind liegt noch fast unbenutzt im Keller, vielleicht kommt es nächstes Jahr mehr zum Einsatz, bisher fast gar nicht.
    Auch wenn zwischen Mizuno und Titleist 52 fast kein Unterschied im Loft sind, spielen die sich völlig unterschiedlich, dosiert schwingen geht mit den schweren Vokeys einfach viel besser.

    viel Bounce ist heikel weil man schneller mal die Unterkante vom Schläger am Ball hat. Wenig Bounce gräbt sich mehr in den Boden ein. Also wer generell mehr Rasen aus dem Fairway schlägt, spielt bestimmt mit mehr Bounce besser. Ich hingegen nehme nur wenig Gras mit, also treffe zu dünn, wenn ich schlecht treffe, da ist weniger Bounce sinnvoller.
     
  3. Bastl

    Bastl Active Member

    echt der L-Grind bei weichem Boden?
     
  4. streuner

    streuner Active Member

    Mein Fehler, das 60er hat L das 58 hat D Grind, das 52er ist auch ein F
    Ich sage doch es ist verwirrend, habe die damals alle ausprobieren können und dann nach Gefühl gekauft. Ich zähle be Eisenschwung auch ganz sicher nicht zum Durchschnitt der Golfer, obwohl ich nicht extrem gut bin, komme ich mit Blades bis zum Eisen 7 besser klar, als mit breiteren Sohlen.
     
  5. Hogan

    Hogan Active Member

    Ganz ehrlich: Ich finde diese ganzen Grind/Bounce Geschichten völlig überschätzt. Wenn du den Schläger öffnest oder schliesst, verändert sich der Bounce sowieso. Du spielst ja auch nicht immer am gleichen Ort. Du kannst ja nicht jedes Mal die Wedges wechseln, wenn du von hartem auf weichen Boden wechselst oder?
     
    albe1949 gefällt das.
  6. Bastl

    Bastl Active Member

    Wird das mit dem Aufdrehen nicht immer schwieriger je mehr Bounce du hast?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dez. 2019
  7. albe1949

    albe1949 Well-Known Member

    Mir geht es wie @Hogan, ich persönlich kann damit nichts anfangen, für mich ist es wichtiger die Kugel immer richtig zu treffen, wobei die Betonung auf immer liegt.
    Habe auch nur einen Schlägersatz, den ich mit einem AW u. LW 60² ergänzt habe, die ich auch regelmäßig benütze, egal auf welchem Boden.
     
  8. streuner

    streuner Active Member

    ja und nein...
    Wenn der Platz im Frühling an vielen Stellen noch nass ist, spielt es sich eben ganz anders als im Sommer, wenn es mehrheitlich trocken ist. Wir sind alle keine Profis die mit Golf ihr Geld verdienen müssen. Aber wir können doch trotzdem nach Verbesserung streben, oder?
    ich hatte das Glück, das ich 18 Löcher lang 10 verschiedene Wedges ausprobieren konnte. Weil ich mich natürlich (so wie immer) nicht entscheiden konnte, habe ich 5 Wedges gekauft, zusätzlich zu dem 50er was sowieso schon im Bag war. Aber egal, das Glück hat ja auch nicht jeder. Die Unterschiede im Bounce merkte ich deutlich, der Schliff war mir Wurscht. Viel Bounce geht für mich wirklich nur, wenn es extrem nass und weich ist. Aber natürlich musst du dich vor der Runde mal entscheiden welche Wedges du nehmen wirst
     
  9. Helen03

    Helen03 Active Member

    Im Grunde wird immer um das Gleiche diskutiert, wenn man sich die Sache aber näher anschaut hat sich im Bereich der Wedges sehr viel getan was man wohl noch nicht realisiert hat.

    Einmal der Bounce hat etwas an Bedeutung verloren, auch wenn streuner Unterschiede feststellt.

    Durch die Änderungen an den Sohlen, da hat jeder Hersteller so seine eigenen Lösungen, mal ist die hinter Kante weg, höher gesetzt, oder die Sohle ist etwas geteilt usw. wird das Spiel alleine dadurch deutlich einfacher, auch das Öffnen des Schlägerplatt ist einfacher, der Kopf sitzt an der hinteren Kante nicht mehr auf, dadurch kommt automatisch die Kante am Schlägerblatt den Boden deutlich näher.

    Des Weiteren hat sich etwas ganz gravierend geändert die Gewichtsverteilung im Kopf selbst, es wird deutlich mehr Gewicht aus den Sohlenbereich in die Schlagfläche transportiert.

    Siehe Zeichnungen von Titleist oder Cleveland, erfunden hat das eigentlich Grindworks Golf aus Japan.

    Da ist das Modell Tungsten zu nennen, ein weiterer Punkt ist mal wieder der Schaft meistens ist der Unterschied von im Schlägersatz verwendeten Schaft zum Wedges Schaft sehr groß.


    Ich empfehle aufgrund dieser Entwicklung die Gewichtdifferenz mal anzusehen, ich rate schon lange die Wedges um die 50-52° mit dem gleichen Schaft, bei Stahlschäften, auszustatten wie im Satz. Bei Graphite zu leichten Stahlschäften max. 90-100 gr. zu tendieren.


    Frohes Fest
     
  10. ant

    ant Active Member

    Ein frohes Fest euch Allen !
    Interessante Dieskussion.
    @Helen03 : warum nimmt man eigentlich immer Stahlschäfte für Wedges ?
     
  11. streuner

    streuner Active Member

    Unterschiede stellt man aber auch nur fest, wenn man mal die Möglichkeit hat verschiedene Wedges in Ruhe auszuprobieren, mit der Hälfte der Wegdes hätte ich auch eine Wahl treffen können.
    Mein 50er Wedge passt zu den Eisen, die Titleist Wedges sind dann um die 20 gr schwerer was ich als angenehm empfinde

    da ich die Wedges nur selten voll schwinge, ist der Schaft wohl weniger wichtig, Gewicht und Gewichtverteilung wird da vorrangig interessant
     
  12. Fabouleus

    Fabouleus Well-Known Member

    Meine 5 Wedges habe ein bounce von 8,9,10 Grad.
    Das 58er habe ich nach hören des Podcasts von Fabien Bünker ausgemottet und im Winter ebenfalls das 54 in die Ecke gestellt.

    Beide habe ich häufig unterschlagen und der Ball hüpfte nur 5 Meter weit.

    Der Schaft ähnelt denen meiner Eisen, welche recht schwer sind . Das ist dann der Unterschied wirklich nicht mehr groß.

    Das auf drehen der Schlägerfläche klappt nur bei Flop shots. Bei langen Schlägen (60 Meter) um über Bäume zu kommen, endet es fast immer mit einer starken rechts Kurve (letztens statt grün in den neuen Teich geschlagen). Das lass ich dann mal lieber.

    Und wie @streuner schon sagte, jetzt im Winter ist alles pitschnass und im Sommer dann wieder knüppel trocken, so dass man sich fast die Hände bricht. Da habe ich dieses Jahr dann die Wedges weg gelassen und das Hybrid genommen.


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    Zuletzt bearbeitet: 24. Dez. 2019
  13. Helen03

    Helen03 Active Member

    Eigentlich ist das kein Zwang, ich denke aber für die OEM Hersteller ist es einfach einfacher so.
     
  14. Helen03

    Helen03 Active Member

    Das Aufdrehen ist eigentlich für deinen Schlag im Bunker gedacht um mehr und schnell Flughöhe zu bekommen, wenn Du das ohne Sand machts geht der Ball klar weit nach rechts weil beim direkter Konntakt eben die Schlagfläche die Richting vorgibt.
     
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  15. Fabouleus

    Fabouleus Well-Known Member

    Danke , da hatte ich immer drüber gerätselt.


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  16. Bastl

    Bastl Active Member

    Loft oder Bounce? Und welche deiner 5 Weges sind noch im Bag?
     
  17. Fabouleus

    Fabouleus Well-Known Member

    Bounce natürlich

    Danke

    58 er ist zu Hause

    In der großen Tasche sind alle vier dabei

    Im Tragebag dann nur das 52er


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  18. Bastl

    Bastl Active Member

  19. Tom Watson

    Tom Watson Well-Known Member

    Hi Bastl,
    so wie ich den Artikel verstehe, hält er den richtigen Loft und Lie für uns Hacker für wichtiger als diese ganze Bounce und Grind Diskussion. Und damit wäre ich auch bei Hogan' s Post.
    Wirklich ins Spiel zu kommen scheint mir der Bounce beim Schummeln ;).
    Hier Patrick Reed' s Verbesserung der Ball- Lage im Bunker. Der ist wirklich schmerzfrei (Ab 01:36).


    Habe das hier glaube ich schon öfter geschrieben. Wer ein Wedge nur für den Bunker sucht, sollte sich einmal das 'Alien Wedge' oder verwandte Produkte anschauen.
    Habe heute einen völlig verbunkerten Platz mit IMO ca. 150 Bunkern gespielt. Aus ca. 12 Bunkerlagen (incl. Topfbunkern) immer raus.
    Okay, es ist ein Schläger mehr im Bag nur für diesen Zweck, aber es ist für kleines Geld einen Versuch wert.

    Grüße
     
  20. Bastl

    Bastl Active Member

    ja, das mit dem Liewinkel habe ich auch so rausgelesen, macht auch Sinn. Mit den Standardsituationen aus dem Bunker habe ich keine Schwierigkeiten, deswegen würde ich mir keinen Spezialschläger ins Bag tun.
     

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