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Ist das wirklich nötig gewesen? "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein..."
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Man hüte sich vor der Weltanschauung derer, die die Welt nie gesehen haben. Alexander v. Humboldt |
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Ich war letzte Woche in Fleesensee und hatte vier Tage hintereinander SCOPE bei einem Senior-Pro.
Mir hat das extrem geholfen. Jeweils morgens ab 9:00 Uhr wurden Schwünge mit dem SCOPE-System geübt, nachmittags konnte ich dann das Erlernte auf einer Runde ausprobieren. Ich hatte ca. 9 Jahre lang ein HCP 54, weil ich immer bei Turnieren extrem eingebrochen bin (10 Streichlöcher waren keine Selteneit). Privatrunden, auch turniermäßig gezählte, liefen super, keine Streichlöcher, gute Ergebnisse, auch brutto. Letzte Woche dann beim Aufbaukurs hat der Pro erstmal auf der Runde meinen Schwung beobachtet. Ich hatte bisher einen eher flachen Schwung, fast wie beim Hockey. Damit kam ich ziemlich gut klar, die Weiten waren konstant, allerdings gab es in der Breite eine erhebliche Streuung, die mir auch in Turnieren das genick gebrochen hat, weil jede kleinste Abweichung in der Aufstellung bei diesem Schwung gleich eine extreme Abweichung des Ballfluges zur Folge hatte. Im SCOPE ging es dann zur Sache. Durch die darübergelegten Linien konnte ich genau meine Abweichung zur Ideallinie sehen. Wir zerlegten den Schwung in Einzelkomponenten, die ich mir gut anschauen konnte. Bei jeder Komponente konnte ich genau sehen, was ich tat. Und bei jeder dieser Komponenten konnt mir der Pro erklären, wie sich das auf den Ballflug auswirkt. Dadurch, dass zwei um 90 Grad versetzte Kameras verwendet werden, konnte ich sowol die Haltung als auch Griff und Schwung genau sehen. Nach und nach wurden dann die einzelnen Komponenten umgestellt. Nach dem ersten Tag landete ich konstant ca. 15 Grad rechts, die Bälle flogen kürzer als vorher, aber immerhin konstant in einer Landezone mit ca. 15m Durchmesser. Nach dem zweiten Tag flogen die Bälle gerade, aber immer noch kürzer als vorher. Landezone weiterhin konstant ca. 15m Durchmesser. Am dritten Tag hatte ich einen Durchhänger, da lief es nicht so richtig. Ich hatte Probleme mit der Gewichtsverlagerung. Am vierten Tag lief es dann richtig gut, die Bälle flogen gerade und landeten konstant wieder in einem ca. 20m-Radius, wobei die Länge jetzt erheblich über meiner bisherigen Länge lag, was auch den größeren Radius erklärt. Ich war nie ein Longhitter, insofern bin ich mit den ca. 130m, die ich mit dem Eisen 7 jetzt schaffe, in Anbetracht der nur noch minimalen seitlichen Streuung sehr zufrieden. Am letzten Tag haben wir dann nochmal den Scandinavian gespielt, mit einem für mich phänomenalen Ergebnis. Gerade Schläge, regelmäßig in Regulation auf dem Grün. Nur an den Putts muß ich noch arbeiten, die haben mir öfter das genick gebrochen. Den Driver, mit dem ich noch Probleme habe, habe ich im Bag gelassen, stattdessen das Holz 3 genommen. Das lief wunderbar. Durch die vier Tage hintereinander stattfindende Schwunganalyse und -optimierung mit SCOPE sowie anschließenden Runden konnte ich den neuen Schwung sehr gut verinnerlichen. Außerdem hat mir der Pro alle meine aufgezeichneten Schwünge auf meinen USB-Stick gespielt. Die kann ich mir nun daheim auf dem Rechner anschauen und sehe immer wieder genau, wie sich der Schwung verändert hat. Sehr positiv fand ich auch, dass mit fortschreitender Schwungumstellung mein Vertrauen in den neuen Schwung erheblch stieg. Am zweiten Tag gab es nachmittags ein vorgabewirksames 9-Loch-Turnier. Die ersten Löcher habe ich aus Nervosität vergeigt (wie immer in Turnieren), aber ich merkte, wie es immer besser wurde und ich Vertrauen in den neuen Schwung bekam. Insbesondere auch, weil ich bei jedem schlechten Schlag jetzt weiß, warum etwas passiert ist und das beim nächsten Schlag ändern kann. Die Frage 'Was habe ich denn jetzt wieder falsch gemacht?' stellt sich nun nicht mehr. Die letzten drei Löcher liefen dann richtig gut, die holten tatsächlich alles raus, was ich vorher verloren hatte. Die 7 spielte ich Brutto-Par (4), die 8 (ebenfalls ein Par 4) leider nur einen Double Bogey, weil ich den Ball aus einem extrem hohen Rough nicht rausbekam (er lag in einem Loch). Die 9 (Par 4) spielte ich dann wieder Brutto-Par, und das auch nur, weil ich meinen Birdie-Putt verschoben habe. Schade, dass nach neun Loch schon Schluß war, sonst hätte ich wohl noch einiges mehr rausholen können. Alles in allem kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass das SCOPE-System sehr sinnvoll ist. Sicherlich nicht in nur einer einzelnen Stunde, aber wenn man das mehrere Tage hintereinander macht und dann jeweils direkt das Erlernte in der Praxis vertieft, außerdem seine Videos mitnimmt und daheim am Rechner immer wieder anschauen kann, ist das sehr sinnvoll. |
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