Mickelson verzaubert Augusta – Masters-Sieg

Es war die große Bühne für Tiger Woods, aber die Mega-Show lieferte sein Erzfeind: Phil Mickelson (Foto) zauberte sich im Augusta National Golfclub zu seinem dritten Masters-Sieg. Aus vielen Gründen war es der schönste Sieg für den amerikanischen Publikumsliebling.
Für Martin Kaymer und Bernhard Langer war schon zu Halbzeit Schluss. Die beiden Deutschen scheiterten am Cut.

Als Phil Mickelson seine Frau Amy in den Arm nahm, wurde es die längste und innigste Umarmung eines Masters-Siegers, die Augusta je gesehen hat. Amy Mickelson, die ihre Tränen unter einer Sonnenbrille nicht verbergen konnte, war das erste Mal wieder in der Öffentlichkeit zu sehen seit der Players Championship im Mai 2009 und der kurz danach bestätigten Brustkrebs-Erkrankung. „Ami und die Kinder hier bei mir zu haben, bedeutet mir so viel“; sagte der Champion, „ich kann das nicht in Worte fassen.“
Der Liebling der Massen hatte seine Fans zuvor mit Zauberschlägen verzückt, wie es sie meistens nur von Tiger Woods zu sehen gibt.
Am Samstag sah Lee Westwood Mitte der Runde bei fünf Schlägen Vorsprung schon wie der kommende Sieger aus. Mickelson benötigte eine halbe Stunde, um den Rückstand aufzuholen und selbst im Führung zu gehen: Eagle 13, Eagle 14, Birdie 15. Auf der 14. Bahn (Par 4) hatte der Amerikaner mit einem mittleres Eisen eingelocht, auf der 15. Bahn dieses Kunststück fast mit einem Sandwedge (ebenfalls zum Eagle) wiederholt.
Unvergessen wird sein Auftritt auf der 13. Bahn am Finaltag bleiben.
Sein Abschlag war im Wald verschwunden, sein Caddie riet zum Vorlegen. Antwort Mickelson: „Dort ist eine Lücke zwischen den Bäumen, und es ist ein Eisen 6″. Caddie und Freund „Bones“ Mackay kommentierte:“Da macht es wenig Sinn zu widersprechen. Ich bin einfach weggegangen.“
Mickelson drosch den Ball aus dem Wald über das Wasser am Grün und fast einen Meter an die kurz gesteckte Fahne. Ein Schlag für die Ewigkeit. Auch wenn er den Eagle-Putt nicht machte.

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