Rekordsieger St. Leon-Rot zum 7. Mal in Folge Meister

Der GC St. Leon-Rot hat bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Herren vielleicht einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Die Boys von Kapitän Frank Adamowicz wurde in Bad Saarow zum siebten Titel in Folge Meister. Zeitgleich ging der Mannschaftssieg der Damen zum insgesamt vierten Mal nach Berlin-Wannsee.

Beide Team-Wettbewerbe wurden vom 15. bis 18. Juli 2010 im Sporting Club Berlin Scharmützelsee in Bad Saarow ausgetragen.
Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften entwickelten sich sowohl bei den Herren als auch bei den Damen zu einem Turnier voller Spannung und Dramatik.
Die Herren aus Hubbelrath hatten mit ihren deutlichen Siegen bis zum
Finaleinzug bereits ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem Durchmarsch
stand dem Traumfinale zwischen dem Titelverteidiger aus St. Leon-Rot und dem GC Hubbelrath nichts mehr im Wege. Dort sah zunächst alles nach einem deutlichen Erfolg für St. Leon-Rot aus. In den vier Vierern am Vormittag gaben sie lediglich einen halben Punkt an die Herren vom GC Hubbelrath ab. Der Gewinn von drei der noch acht ausstehenden
Einzelpartien hätte zum Titelgewinn gereicht. Die Rheinländer sahen das aber anders und punkteten konsequent. Ein Stechen musste entscheiden.
Für Hubbelrath meldete Kapitän Roland Becker Philippo Okan,
Maximilian Kieffer und Maximilian Rottluff. St. Leon-Rot stellte Allen
John, Rodolfo Junge und Alexis Szappanos auf. John holte den ersten
Punkt für den Titelverteidiger, während die folgende Partie ein zweites
Extraloch gehen musste. Derweil waren die letzten beiden Kontrahenten ins Stechen gestartet. Alexis Szappanos war dabei der Erfolgreichere und somit der Match-Winner für St. Leon-Rot.

Aber auch das Spiel um den dritten Platz war nervenaufreibend. Der GC
Mannheim-Viernheim wollte seinen Erfolg von 2009 mit der Bronzemedaille wiederholen. 3 zu 1 stand es zur Mittagspause. Aber die Herren des G&LC Berlin-Wannsee, die gerade erst in die erste Bundesliga aufgestiegen waren, gaben vor heimischem Publikum alles. Der Lohn: Ein Stechen um die Bronzemedaille, das Berlin-Wannsee gewinnen konnte.

Im Kampf um den Klassenerhalt setzte sich der Aufsteiger aus Frankfurt gegen den langjährigen Erstligisten GC Feldafing mit 4,5 zu 3,5 durch. Mit dem gleichen Ergebnis ging das zweite Match um den Klassenerhalt aus. Die Herren des Stuttgarter GC Solitude behielten gegen den Düsseldorfer GC die Oberhand. Der GC Feldafing und der Düsseldorfer GC sind damit in die zweite Bundesliga abgestiegen. Neu in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind aus dem Süden der Münchener GC sowie aus der 2. Bundesliga Nord der GC Altenhof.

Die Berlinerinnen sind Deutsche Team-Meister.
Dreimal hintereinander Platz zwei, das wollten die Damen von
Berlin-Wannsee auf keinen Fall. Nach den ausgeglichenen Vierern am
Vormittag (1,5 Punkte pro Team) gingen die Einzelpartien auf die Runde.
Im ersten Final-Match zwang Chris Utermarck die St. Leon-Roterin Carolin Landmann bis zum 18. Loch und nahm ihr auf dem Grün den Punkt ab. Bis dahin hatte Landmann jede ihrer Partien frühzeitig gewonnen und musste erstmals über die volle Distanz gehen. Die zweite Partie beendete Sophia Popov (St. Leon-Rot) frühzeitig mit 8/7. Danach erkämpften sich die Berlinerinnen mit Siegen von Tina Utermarck und Lara Katzy (jeweils 3/2) einen Vorsprung, der jedoch durch Meike Fleck (7/5) wieder egalisiert wurde. Nun hing alles an der Partie zwischen Lena Schäffner (St.Leon-Rot) und Jacqueline Willenbrock (Berlin). Willenbrock behielt die Nerven und lochte auf dem 17. Grün zum 2/1 und damit zum Titelgewinn für den G&LC Berlin-Wannsee ein. Nach 1996, 2003 und 2006 geht der Pokal in diesem Jahr wieder in die Hauptstadt.

Die Bronzemedaille war ähnlich heiß umkämpft – zwischen den gleichen
Teams wie im letzten Jahr. Nach den Viererpartien war der GC Rheinhessen mit einem Vorsprung von 2,5 zu 0,5 Punkten selbstbewusst in die Einzel gegangen. Aber der GC Am Reichswald ließ sich nicht in die Knie zwingenund erkämpfte sich einen Punktegleichstand. Nationalspielerin Valérie Sternebeck behielt letztendlich mit 3/2 die Oberhand und sorgte für damit für den 5 zu 4 Erfolg über Reichswald.

Den Kampf um den Klassenerhalt gewann der Münchener GC nach einem dramatischen Stechen. Erst im dritten Extraloch fiel die Entscheidung gegen das Team aus Hamburg-Holm. In der zweiten Partie um den Klassenerhalt, hatte der Düsseldorfer GC im rheinischen
Nachbarschaftsduell zwischen mit dem GC Hubbelrath die Nase vorn. Der GC Hamburg-Holm und der GC Hubbelrath sind damit in die zweite Bundesliga abgestiegen. In die erste Bundesliga aufgestiegen sind der GC Olching sowie der Hamburger GC.

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